Dienstag, 3. September 2013

[Rezension] Kim Winter - Sternenstaub


Verlag: Plant Girl
Seiten: 592 - Gebunden

Inhalt

Endlich: Mit der loduunischen Verbindungszeremonie feiern Mia und Iason ihre Liebe, doch das Fest wird von einem hinterhältigen Angriff überschattet. Iason ahnt, dass die Attacken gegen sie erst enden werden, wenn er sich Lokondra ein für alle Mal stellt denn Mia ist nicht nur seine, sondern auch Lokondras Bestimmung. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn Lokondras und Mias gegenseitiger Einfluss aufeinander entwickelt sich zu einem fatalen Machtspiel. Wird Mia der Versuchung der Macht verfallen? Oder kann sie Lokondra dazu bringen,sich von seinen Machenschaften loszusagen? Iason wird vor eine Aufgabe gestellt, die ihm gerade als Wächter unmöglich erscheint: Er darf Mia nicht beschützen ...


Meine Meinung

Ein Buch mit außerordentlich viel Tiefgang. Aufwühlend wie kaum ein anderes. Nach den ersten beiden Teilen konnte ich nur jeden Tag den Dritten herbeifiebern und es machte mich umso trauriger als er dann raus war. Den nicht nur von Menschen kann ein Abschied schwer fallen, auch von Büchern.
 So wagte ich mich also ran und kam nicht mehr los. Ich las das Buch in einem Rutsch bis zur Hälfte durch und war gebannt von jeder einzelnen Seite. Die Gefühle gingen hoch und runter, die Freude über Iason und Mia, Angst um Mias Freundin und immer ging es so weiter. Zwischendurch immer diese Sätze die einen inne halten lassen, nachdenken lassen, den es ist nicht nur ein Buch. Es ist die pure Wahrheit verpackt in einer Geschichte. Eine Geschichte, die emotional bindet.
Auf der Arbeit konnte ich an nichts andres denken und so war das Buch das Erste in meiner Hand, als ich nach Hause kam. Das Buch nahm Wendungen, die vielleicht nicht jedem gefallen und im Vergleich zu den ersten beiden Büchern fühlte man nun mit, was der Grund für die Aufnahme auf der Erde von den Kindern war: Der Krieg Loduuns. Die Worte lebendig. Man hatte das Gefühl der Krieg läuft vor der eigenen Nase ab. Auch positiv aufgefallen ist, dass in dem Buch nur etwas funktionieren kann, wenn alle zueinander halten. Trotz Uneinigkeiten. Es gibt einen Hauptcharakter, aber im Gegensatz zu vielen anderen Büchern dieses Genres ist dieser auf andere angewiesen. Er besitzt keine übernatürliche Kräfte um alles zu beseitigen, sondern ist sogar oft tollpatschig. Man kann sich jedoch gut in den Hauptcharakter einlesen, den dieser ist einfach natürlich. Unmögliche Gedanken in den verschiedensten Situation, so wie der Mensch halt ist.

Weniger gefallen hat mir, dass bei diesen emotionalen Stellen oft so plötzliche Wendungen vom Guten ins Schreckliche fanden. Man hat sich so sehr gewünscht die Szene ginge so schön weiter und doch wusste man nach einiger Zeit, dass sie durch irgendetwas unterbrochen wird. Gefühlschaos pur. Das hat mich ein wenig milde gestimmt in der Beziehung zwischen Iason und Mia. Es scheint zum Schluss nicht mehr wie eine überirdisch schöne Beziehung, sondern einfach eine stinknormale irdische Beziehung.

Auch schade fand ich das Ende. Für mich klang es nach einer Fortsetzung. Irgendetwas habe ich als Leser die ganze Zeit erwartet und für den Abschluss einer Triologie war es mir ein Tick zu offen.

Fazit

Trotz dem Ende und den plötzlichen, sehr starken Stimmungsumschwankungen  war das Buch sehr flüssig und gut zu lesen. Zudem war es noch sehr fesselnd.