Samstag, 10. Januar 2015

[Rezension] Erin Hunter - Warrior Cats, Mondschein

! Dies ist Staffel 2, Band 2 !

Verlag: Beltz & Gelberg
Seiten: 311 - Gebunden
Kauf: Kindle - Gebunden - Hörbuch Download - Audio CD

Inhalt

"Der Stamm der ewigen Jagd hat versprochen, dass eine Katze kommen wird. Eine silberne Katze aus einem fernen Stamm, die uns von Scharfzahn befreien wird."

Die auserwählten Katzen haben erfahren, welches Unheil den WaldClans bevorsteht. Jetzt wollen sie auf schnellstem Weg nach Hause. Doch im Gebirge hält sie ein unheimlicher Katzenstamm auf und bringt sie in große Bedrängnis. Währenddessen spitzt sich die Lage in der Heimat dramatisch zu: Die Zweibeiner dringen immer tiefer in den Wald ein und verjagen alle Beute. Ein Krieg zwischen den Clans scheint unausweichlich ...

Meine Meinung

Allgemein

Das Buch hat mich positiv überrascht. Die Sichtweise ist großteils ausgehend von Sturmpelz und nach dem ersten Buch dachte ich, dass es mit ihm langweilig werden könnte. Doch dem war definitiv nicht so. Das Autorenteam hat auch in diesem Buch etwas bewiesen, dass mir schon in Staffel 1 aufgefallen ist: Eine Reise auf Hin-, sowie Rückweg beide Male spannend zu gestalten.
Gut gefallen hat mir auch, dass über den Tellerrand hinweg geblickt wurde. Bis jetzt waren es immer die vier Clans, in denen nie eine Katze die Pfote hinter den Hochfelsen gesetzt hat und nun werden sie plötzlich auf eine Welt losgelassen, in welcher viele neue Dinge, Bezeichnungen und Lebewesen sind.
Eine neue Katzengruppe bekommt nun eine Rolle: Die Stammeskatzen. Durch sie wurden die Bücher weniger eintönig und "fremdes" Leben kommt ins Spiel. Eine ganz neue Kultur und doch so gleich. Auch wenn man nicht allzu viel von Ihnen erfährt war es doch eine gelungene Abwechslung. Vermutlich auch aus dem Grund, dass die Waldkatzen ein großes Abenteuer dort bestreiten. Denn die Stammeskatzen sind einer Gefahr ausgesetzt: Schiefzahn. Und wer wären die Clankatzen, wenn sie nicht mit Ehre und Würde helfen würden ?

Charaktere

Hauptsächlich geht es in diesem Buch wieder um die vier Katzen aus der Prophezeiung und den beiden Mitläufern. Doch auch neue Katzen finden den Weg ins Buch.
Am meisten überrascht hat mich Sturmpelz. Aus der Sicht von anderen Katzen wirkt er ziemlich zurückhaltend und so, als hätte er keine eigene Meinung. Doch aus seiner Sicht wirkt er plötzlich wie eine Denkerkatze. Er versucht keinem im Weg zu stehen und überdenkt alles gründlich. Er ist gegenüber jedem freundschaftlich, auch wenn er die Katze nicht besonders mag und zeigt Loyalität gegenüber jedem den er mag. Natürlich nur außerhalb des Clans !
Federschweif ist charakteristisch ihrem Bruder Sturmpelz sehr ähnlich. Nur ist sie von Anfang an schon mehr aufgefallen, da sie im Vergleich zu ihm öfter ihre Meinung vertritt.
Krähenpfote scheint auf der Reise erwachsener geworden zu sein. Er meckert zwar weiterhin viel rum und ist oft unüberlegt, aber mit wachsender Erfahrung legt sich das ein wenig.
Wie Krähenpfote scheint auch Eichhornpfote etwas ausgeglichener. Doch sie lernt nicht nur durch Erfahrung, den in ihr scheinen Gefühle zu schlummern, denen sie sich selber noch kaum bewusst ist.
Die Stammeskatzen, die schon sehr zeitnah im Buch auftreten sind allgemein sehr ausgeglichen. Sie leben in Frieden, den es gibt kaum Leiden, denen sie sich stellen müssten. Untereinander mögen sie sich alle gerne und haben wie die ClanKatzen einen festen glauben. Es war spannend ihre fremden Gebräuche kennen zu lernen.

Sichtweise

Wie üblich ist das Buch aus der dritten Person geschrieben. In diesem sind es sogar im wahrsten Sinne des Wortes drei. Die meiste Zeit wird aus der Sicht von Sturmpelz geschrieben. Um das Waldleben nicht aus den Augen zu verlieren wurden zwischendurch immer mal wieder Kapitel aus Blattpfotes Sicht geschrieben und zwei oder drei Kapitel aus der Sicht von Federschweif.

Cover & Titel 

Von den Farben ist das Cover wie immer schön gewählt. Wer das Buch gelesen hat, weiß auch wer die Coverkatze ist. Doch ich will hier jetzt nichts vorweg nehmen.
Das Minibild finde ich diesmal auch schwer zuzordnen.
Den Titel hingegen finde ich unpassend. Ich wüsste nicht, auf welche Buchstelle dies zutreffen könnte.

Schreibstil

Ein flüssiger und leichter Schreibstil. Dieser lässt einen mitfiebern und mitfühlen. Die Wortwahl finde ich ein großes Stück besser, als bei Staffel 1, denn sie ist nun vielfältiger.

Zitat

"Und was deine Frage betrifft, wie du dich verhalten sollst - Sturmpelz, denk daran, dass eine Frage viele Antworten haben kann ..." - Seite 261 


Fazit

Ich finde die zweite Staffel bis jetzt sehr erfrischend. Es bringt neuen Wind in die Handlungen und Abwechslung. Auch im zweiten Band wurde das gut verkörpert. Die Story gefällt mir sehr gut und alles zusammengenommen hat das Buch fünf Pandas verdient.



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