Dienstag, 20. Januar 2015

[Rezension] Erin Hunter - Warrior Cats, Dämmerung

Verlag: Beltz & Gelberg
Seiten: 345 - Gebunden
Reihe: Staffel 2, Band 5
Kauf: Kindle - Gebunden - Hörbuch Download - Audio CD

Inhalt

Unbekannte Territorien, ein neues Lager und viele aufregende Entdeckungen - die Katzen des DonnerClans sind vollkommen mit der Erkundung ihrer neuen Heimat beschäftigt. So merkt keine, wie die junge Heilerin Blattsee sich mehr und mehr in eine verhängnisvolle Liebe verstrickt. Als Heilerin ist es ihr nicht erlaubt, einen Gefährten zu haben. Als Blattsee in ihrer Verzweiflung schließlich eine Entscheidung trifft, ahnt sie nicht, dass sie damit das Leben ihres ganzen Clans aufs Spiel setzt.



Meine Meinung

Allgemein

Dieses Buch ging wieder deutlich bergauf. Die Katzen leben sich langsam ein und jeder hat mit eigenen Problemen zu schaffen. So ist das Buch etwas düster. Doch genau das ist spannend mitzulesen: Wie gehen die Katzen mit ihren verschiedenen Problemen um ? Welche Lösungen finden sie ? Und wird es die richtige Lösung sein ?
Mit all diesen Konflikten kann das Buch durchgehend die Spannung halten. Interessante und unerwartete Wendungen kommen zum Vorschein. So muss zum Beispiel der "unübertreffliche" SchattenClan auch mal Hilfe anderer annehmen und die Katzen zeigen zum Teil ganz andere Seiten von sich.

Charaktere

Großteils geht es in dem Buch um Blattsee. Die Heilerschülerin des Clans. Sie wusste, was sie tat, als sie dem Gesetz der Krieger zugestimmt hat: "Eine Heiler Katze darf keinen Partner haben." Und somit begleiten wir sie durch viel Herzschmerz. Doch ein Problem kommt selten allein. So fühlt sie sich nebenbei ausgeschlossen, hat ihren Kopf nicht bei der Sache und zu allem Überfluss wächst ihr das alles so sehr über den Kopf, dass sie mit ihrer Schwester einen Streit vom Zaun bricht. Selbst die gutmütigste Katze kann bei so vielen Problemen nicht immer ruhig bleiben und so fängt Blattsee an einen ganz neuen Charakter zu zeigen.
Eichhornschweif hat eigentlich nur zwei Probleme: Brombeerkralle und Blattsee. Während der eine sie herablassend rumkommandiert, dass der wilden, starrköpfigen Eichhornschweif der Kragen platzt, bereitet die andere nur Sorgen.
Brombeerkralle hat sich meiner Meinung nach am stärksten entwickelt... oder zurückentwickelt. Da das Buch diesmal leider nicht aus seiner Sicht geschrieben ist, wusste ich nicht, was in seinem Kopf vor sich geht. Doch konnte das nichts gutes sein, denn bei jeder nur möglichen Situation staucht er Eichhornschweif zusammen. Man hat das Gefühl, dass er seinen Verlust und seine Eifersucht nicht im Griff hat und sein Verhalten finde ich sehr unreif. Vor allem, wenn man in Betracht zieht, dass er den Posten als Stellvertreter anstrebt. Man hat Seite für Seite immer mehr die Befürchtung, dass er Züge von Tigerstern aufweist.
Auch Rußpelz erlebt man diesmal von einer ganz anderen Seite. Ihre Prophezeiung im Hinterkopf versucht sie alles zusammen zu halten und das geht nicht immer mit liebevollen Worten.

Sichtweise & Schreibstil

Die Sicht ist ausgehend von Eichhornschweif und Blattsee. Erneut aus der dritten Person.
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und sprachlich gut ausgebaut. Beschrieben sind wieder in erster Linie die Gefühle und weniger die Umgebung. Doch auch das kommt nicht zu kurz.

Cover & Titel

Das Cover passt perfekt zu dem Titel "Dämmerung." Es ist etwas dunkler gestaltet und versprüht eine gedämmte Stimmung. Die Coverkatze ist in einer der Höhepunktsituationen sehr entscheidend und so finde ich diese gut gewählt.
Bei dem Minibild musste ich erst überlegen. Die Situation gehört zwar zu der Hauptstory, jedoch stimmt sie nicht mit der Coverkatze überein.

Zitat

"Sie hatte das Gefühl, als würde sie schmelzen wie Eis in der Blattfrische." - Seite 145

Fazit

Das Buch punktet wieder mit vielen ereignisreichen Szenen und großen Gefühlen. Das Autorenteam schafft es erneut, den Leser direkt ins Geschehen zu katapultieren ohne den Faden reißen zu lassen. Somit verdiente 5 von 5 Pandas.

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