Samstag, 7. Februar 2015

[Rezension] Jojo Moyes - Die Tage in Paris

Verlag: rororo
Seiten: 112
Reihe: Vorgeschichte zu "Ein Bild von dir"
Kauf: Gebunden - Kindle - Hörbuch Download - Audio CD

Inhalt

Honeymoon in Paris davon träumen Brautpaare überall auf der Welt. Sophie und Liv leben diesen Traum. Im Paris der Belle Époque verbringt Sophie die ersten Tage an der Seite ihres Mannes, des Malers Édouard Lefèvre. Die Welt, die er ihr, dem Mädchen aus der Provinz, zeigt, ist aufregend und neu. Doch das Leben als Frau eines verarmten Künstlers hat auch seine Schattenseiten.
Über hundert Jahre später begibt sich eine andere Braut auf Hochzeitsreise in die Stadt der Liebe. Hals über Kopf haben Liv und David geheiratet. Doch die Tage in Paris sind nicht ganz so unbeschwert und romantisch, wie Liv sich das erhofft hat. Hat sie gerade den Fehler ihres Lebens begangen? Erst ein Gemälde bringt die Liebenden einander wieder näher ....

Meine Meinung

Allgemein

Zuerst musste ich mich an den Schreibstil gewöhnen, denn es war mein erstes Buch von Jojo Moyes. Schnell habe ich hinein gefunden und habe das Buch in einem Rutsch gelesen. Es hat an nichts gefehlt und so war die Kurzgeschichte romantisch, traurig und bedrückend, doch mit Happy End. Gefallen hat mir hierbei, dass die Autorin genau die richtige Dosis zwischen Klischee und Normalität gefunden hat.
Die Idee, die Geschichte in zwei verschiedenen Jahren zu schreiben hat mir auch sehr gefallen. Denn dadurch erkennt man: Alles was man macht, kann später das Leben eines anderen beeinflussen, auch wenn man es nie erfährt.

Charaktere

Zwei Frauen, ein Charakter. Obwohl sie nichts miteinander zu tun haben sind Liv und Sophie doch gleich. Sie beide zweifeln daran, den richtigen Weg gegangen zu sein. Beide lassen sich verunsichern durch die Worte anderer, doch letzten Endes hören beide auf ihr Herz. Vor allem ist mir Liv positiv aufgefallen, da sie sehr natürlich rüberkam. Auf der einen Seite hatte sie Wünsche, doch auf der anderen reagiert sie letzten Endes anders als gewollt.
Auch ihre Männer weisen starke Charaktere auf. In dem Fall wirken sie beide unterschiedlich, doch grob gesehen sind auch sie gleich. Beide leben für ihren Job, doch verändern sich stark durch die Liebe ihres Lebens. Sie unterscheiden sich aber in einem wichtigen Punkt: Während Sophies Mann Édouard sich nicht vor Auseinandersetzungen scheut und kein Problem damit hat ein begnügliches Leben zu führen, ist Livs Mann David ein reicher Geschätsmann, welcher auf nichts verzichten möchte.

Sichtweise & Schreibstil

Sowohl die Sichtweise, als auch der Schreibstil sind mir positiv aufgefallen. Als wunderbare Idee ist die Geschichte in zwei weit auseinander liegenden Jahren geschrieben, was allein schon durch die passenden Beschreibungen auffällt - 1912 und 1998.
Die Geschichte sind aus verschiedenen Sichten geschrieben. Einmal in der Ich-Perspektive ausgehend von Sophie und auf der anderen Seite in der dritten Person, ausgehend von Liv.

Cover & Titel

Das Cover zeigt ein liebendes Paar im Vordergrund. Die Kulisse bildet der Eifelturm aus Paris. Passend dazu auch der Titel: Die Tage in Paris. Passend und schön gestaltet !

Zitat

"Er hatte zwei Sommersprossen auf der Nase. Sie sind ihr noch nie aufgefallen. Es sind die schönsten Sommersprossen, die sie je gesehen hat." - Position 1193 (94%)

Fazit

Eine wirklich schöne Kurzgeschichte, die einen guten Ausgleich zwischen Klischee und Normalität aufweist. Die Autorin weiß mit Worten zu verzaubern und das Buch ist somit flüssig zu lesen. 






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