Mittwoch, 15. April 2015

[Rezension] Anna McPartlin - Die letzten Tage von Rabbit Hayes

Verlag: Rowohlt (rororo)
Seiten: 464 - eBook
Reihe: /
Kauf: Kindle - Taschenbuch - Hörbuch Download - Audio CD

Inhalt

Stell dir vor, du hast nur noch neun Tage. Neun Tage, um über die Flüche deiner Mutter zu lachen. Um die Hand deines Vaters zu halten. Und deiner Schwester durch ihr Familienchaos zu helfen. Um deinem Bruder den Weg zurück in die Familie zu bahnen. Um Abschied zu nehmen von deiner Tochter, die noch nicht weiß, dass du nun gehen wirst.






Allgemein

So atemberaubend wie man oft hört, fand ich das Buch nicht. Es war eine Geschichte, die sehr schön erzählt wurde und zum nachdenken anregt.
Schön fand ich, dass das Leben von Rabbit und um sie herum sehr normal wirkt. So ist es sicherlich für viele, welche in der selben Situation sind, ein Buch zur Selbstidentifikation. Jedoch können auch die guten Punkte negative Seiten aufweisen. So hat sich das Buch - aus meiner Sicht - sehr stark gezogen. Das Leben von Rabbit war alles: Lustig, verwirrend, enttäuschend, erschreckend, schön. Doch war dies alles sehr ruhig erzählt.
(Spoiler möglich):
Der Tod ist immer ein schwereres Thema und wie man schon der Inhaltsangabe entnehmen kann stirbt die Protagonistin. Doch die Autorin schafft eine nostalgische Stimmung und hinterlässt einem ein perfektes Ende, was einen nachdenklich zurück lässt.

Charakter

Man erfährt im Buch sehr viel von den nahestehenden Personen in Rabbits Leben. Dazu zählen: Ihre Mutter Molly, ihr Vater Jack, ihre Tochter Juliet, ihre Schwester Grace, ihr Bruder Davey und ihre erste große Liebe Johnny.
Jedem von ihnen merkt man an, dass es ihnen große Schmerzen bereitet, an die Krankheit ihrer Tochter zu denken und wie sie weiterhin versuchen ihr Leben aufrecht zu erhalten.
Jeder hat eine eigene Weise mit diesem Schmerz umzugehen. Vor allem Rabbit: Während des ganzen Buches erinnert sie sich immer wieder an die schönen Momente ihres Lebens zurück.
Vor allem hat jeder von ihnen eine wunderbar einzigartige Persönlichkeit bekommen.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil ist sehr ausführlich und mitreißend. Auch wenn mir der Höhepunkt gefehlt hat. Die Wende, wo jeder begreift, dass ein Ende kommt, war nicht viel mehr mitreißend, als der Rest auch.
Jedoch waren die Sätze oft sehr verschachtelt und so kam es vor, dass ich ab und zu einen Satz zweimal lesen musste.
Es gibt mehrere Sichtweisen. Einmal sind da die Personen, die Rabbit nahestehen: Molly, Jack, Juliet, Grace, Davey und Johnny. Zudem wird noch aus der Sicht von Rabbit geschrieben und ab und zu wurde ein Blogeintrag eingeschoben.
Da dies doch sehr viele Sichtweisen sind, wurde es von Zeit zu Zeit sehr undurchschaubar und man findet eher langsam rein, die ganzen Personen auseinander zu halten.
Das alles wurde in der 3. Person geschrieben.

Cover & Titel 

Das Cover ist recht schön gestaltet, mit den bunten Blumen und Gewächsen auf dem schwarzen Hintergrund. Das Gute in dem Bösen.
Der Titel ist sehr passend gewählt. Der Kern der Geschichte ist damit perfekt getroffen.

Zitat

"Wenn sie heiratet, führe ich sie zum Traualtar. Falls sie Kinder bekommt, mache ich den Babysitter. Ich lasse sie nicht im Stich. Ich werde kämpfen, kämpfen und nochmal kämpfen, und dann lege ich noch einen drauf und kämpfe weiter." - Position 129 (2%)

Fazit

Ein wirklich schönes Buch, mit vielen Situationen und Textstellen, welche Hoffnung geben können. Ein ernstes Thema, welches schwer zu behandeln ist, doch die Autorin hat das prima gelöst.
Jedoch hatte das Buch trotz vieler unterschiedlicher Situationen kaum Höhepunkte.



1 Kommentar:

  1. Das Buch steht bei mir auf der WuLi! Ich hab mir allerdings gerade ein kaufverbot erteilt.... wirklich schade... :D ich freue mich schon auf dieses Buch! :)

    LG!

    bookandlifestyle.blogspot.de

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