Donnerstag, 9. April 2015

[Zitate] Patrick Rothfuss - Die Furcht des Weisen 2



  • "Man mag es makaber finden, wir wir das Lager plünderten, aber das ist nun mal der Lauf der Welt. Aus Räubern wurden Beraubte, und die Zeit macht uns alle zu Egoisten und Halsabschneidern." - Seite 17
  • "Ich öffnete den Mund und schloss ihn wieder. Jetzt war wahrscheinlich nicht die richtige Zeit für Fragen. Wer klug erscheinen will, schweigt zur rechten Zeit." - Seite 65
  • " 'Immer musst du soviel denken, mein Kvothe',  sagte sie, ohne von ihrer Arbeit aufzublicken. 'Du weißt zu viel, um glücklich zu sein.' " -  Seite 83
  • "Man versteht es leichter, wenn man es sich in musikalischen Begriffen vergegenwärtigt. Manchmal freut man sich an einer Symphonie, manchmal bevorzugt man einen lustigen Tanz. Dasselbe gilt für die Liebe. Die eine passt zu den weichen Kissen einer dämmrigen Waldlichtung, die andere zu den zerwühlten Laken eines schmalen Betts in der Dachkammer eines Wirtshauses. Jede Frau ist ein Instrument, das gelernt, geliebt und kundig gespielt werden will, so dass zuletzt ihre eigene Musik erklingt." - Seite 120
  • " 'Eine Geschichte gleicht einer Nuss', meinte Vashet. 'Nur ein Narr schluckt sie im ganzen und erstickt daran. Nur ein Narr wirft sie weg, weil er sie für wertlos hält.' Sie lächelte. 'Die weise Frau dagegen findet heraus, wie man die Schale knacken und den Kern essen kann.'  " - Seite 201
  • "Aber zum führen braucht man nicht Muskeln, sondern Verstand." - Seite 208
  • " 'Jeder Treffer gegen mich ist verdient', sagte Vashet. 'Auch wenn ich ihn dir ermögliche. Aber ich verstehe dich. Ein ehrlicher Wettkampf hat seine Vorteile.'
    Ich wollte etwas sagen, doch sie legte mir die Hand auf den Mund.
    'Ich habe gesagt. ich verstehe dich. Hör auf zu kämpfen, wenn du schon gewonnen hast.' " - Seite 210
  • " 'Die Kontrolle ist Sinn und Zweck all unserer Übungen. Zuerst musst du dich selbst beherrschen lernen. Dann kannst du deine Umgebung beherrschen und dann deine Gegner [...]" -  Seite 231
  • "Wie ein Kind, das Verstecken spielt, hoffte ich inbrünstig, dass die Schmerzen mich nicht finden würden , wenn ich die Augen schloss und mich nicht bewegte." - Seite 237
  • "Manchmal kann man nicht mehr, als gemeinsam zu schweigen." - Seite 237
  • "Dafür haben wir schließlich die Musik. Worte allein reichen nicht immer aus. Musik setzt da ein, wo Worte versagen." - Seite 245
  • "Das anmutige Lächeln einer jungen Frau - es gibt nichts Schöneres auf dieser Welt. Es ist wertvoller als Salz. Wenn es fehlt, wird etwas in uns krank und stirbt, davon bin ich fest überzeugt. Etwas so einfaches. Wie seltsam. Wie wunderbar und seltsam." - Seite 245
  • " 'Wenn ich je einen Menschen kennen gelernt habe, auf dessen Herz kein Schatten lag, war das gewiss ein Kind, das noch nicht sprechen konnte.' " - Seite 270/271
  • " 'Kein Mann ist tapfer, solange er nicht hundert Meilen gewandert ist. Wenn du wissen willst, wer du wirklich bist, dann wandere so weit, bis kein Mensch mehr deinen Namen kennt. Das Reisen ist der große Gleichmacher, der große Lehrer, es ist bitterer als Medizin und grausamer als Spiegelglas. Bei einer langen Wanderung wirst du mehr über dich lernen als in hundert Jahren stiller Selbstbeobachung." - Seite 317
  • " 'Wenn ein Bein fault, nimmt man es ab.' Sie machte eine entschiedene Bewegung mit der flachen Hand, nahm ihr Stück Kuchen und begann zu essen. 'Und manche Menschen müssen getötet werden. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen." - Seite 367
  • " 'Ich glaube jeder Mensch wird von einer Frage umgetrieben. Einer Frage, die ihn nachts wach hält und an der er herumnagt wie ein Hund an einem alten Knochen.Wer diese Frage kennt, kennt auch den betreffenden Menschen besser." - Seite 396
  • " 'Du bist so groß, sagte sie. 'Ich hatte ganz vergessen, wie groß du bist.'
    'Und ich hätte fast vergessen, wie hübsch du bist', erwiderte ich. 'Aber es ist mir dann doch nicht gelungen.' " - Seite 441
  • "Ich hingegen, was hatte ich zu bieten? Im Grunde gar nichts. Ich glich eher einem seltsamen Stein, den man vom Boden aufhebt, eine Zeit lang mit sich herumträgt und schließlich wieder fallen lässt, wenn einem klar wird, dass dieser Stein zwar einen interessanten Anblick bietet, aber letztlich nichts weiter ist als zusammengepresster Erdboden." - Seite 459
  • " 'Es ist ein großer Unterschied, ob man aus freien Stücken etwas verschenkt, oder ein Geschenkt bekommt, das einen im Grunde nur an einen Mann ketten soll.' " - Seite 477

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