Freitag, 10. Juli 2015

[Rezension] Kim Kestner - Zeitrausch, Spiel der Zukunft

Verlag: Impress (Carlsen)
Seiten: 360 Seiten / 5249 Position
Reihe: Zeitrausch, Band 2
Kauf: Kindle

Inhalt

Es soll die phänomenalste Fernsehshow werden, die es je gegeben hat: Die Linearität der Zeit wird aufgehoben, Menschen werden quer durch die Jahrhunderte geschickt und vor Herausforderungen gestellt, die im Falle eines Scheiterns ganze Generation auslöschen können. So etwas hat es noch nie gegeben. Noch nie. Außer für Alison. Als man sie am 31. August 2015 für die erste Staffel ins 25. Jahrhundert holt, ist sie bereits vorbereitet. Sie hat dieses Spiel schon einmal gespielt, sie kennt seine Regeln, sie kennt ihre Zukunft. Und sie weißt, dass sie Kay wiedertreffen wird - einen jüngeren Kay, der sie noch nie zuvor gesehen hat. Doch auch sie weiß nicht alles ...

Meine Meinung

Allgemein

Diesmal erinnerte mich das Buch weniger an Panem.
Es beginnt in Alisons Gegenwart. Aus der ersten Show weiß sie, dass sie erneut geholt wird. Erneut um ihre Realität kämpfen muss. Und das soll nicht unvorbereitet geschehen! So trainiert sie fleißig Tag für Tag und schmeißt dafür sogar ihre Schule. Doch die Eltern unternehmen kaum etwas. Sie reden mit Alison über ihr Verhalten und somit war es das. Schon das kam mir sehr spanisch vor. Viel älter ist sie nicht geworden.... und ihr Bruder auch nicht. Noch immer ist er recht jung und doch darf er zuschauen, während Alison Speere und Äxte im Wald herum schmeißt.
Auch komisch fand ich, dass es in der ersten Show schon einen guten Scout gab. Den Alisons erste Reise beginnt in einer späteren Show. Dort erfährt sie von ihrem Auftreten in der ersten Show und trainiert. Doch kommt ja "linear gesehen" die erste Show immernoch als erstes und somit wäre sie untrainiert. Logikfehler oder nur Verwirrung ?
Alison ist älter geworden und kennt das Spiel von "Top The Realities."Sie versucht zu entkommen und dabei läuft sie auch einer Alison aus einer anderen Realität über den Weg, welche aus Staffel elf kommt, in der sie noch zwei Jahre jünger war. Nach der Begegnung wirkt es wie Verachtung. Die ältere Alison kann das Verhalten der jüngeren nicht nachvollziehen, da sie jetzt klüger ist. Doch hatte sie auch ihre Gründe, wie sie damals reagiert hat und deshalb verstehe ich diesen Hass auf ihr jüngeres Ich weniger. Die Stelle hat mir wenig Spaß gemacht zu lesen.
Auch ihr einsames Leben, welches sie später führt, hinterließ mich doch auch nur mit Langeweile. Fast die ganze Zeit versucht sie Kay für sich zu gewinnen.

Charaktere

Auch in Band zwei sind noch dieselben Charaktere vorhanden und soweit kommt kaum jemand neues vor. Erneut sind die beiden Hauptcharaktere Alison und Kay mir sehr nahe. Aus Band 1 kenne ich Kays liebe Seite, doch in Band 2 ist diese ganz anders. Schließlich kennt er Alison noch nicht und ist noch ein unverkennbarer Macho. Es braucht viel Zeit, bis Alison sich Stück für Stück an das alte Vertrauen herantasten kann. Ein sehr positiver Punkt an dem Buch.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil war - wie schon in seinem Vorgänger - sehr flüssig zu lesen und hat viele Informationen erhalten, trotz der Kürze.
Geschrieben wurde in der Ich-Perspektive aus Alisons Sicht.

Cover & Titel

Hauptsächlich spielt das Buch in der Vergangenheit, doch da es das Spiel von "Top The Realities" aus der Zukunft ist, kann man den Titel auch in dem Sinne deuten. Zumal es um Alisons Zukunft geht.
Passend zum Titel ist auf dem Cover ein futuristisch aussehendes Gebäude zu sehen und die Farben sind schön gewählt worden.

Zitat

Jede Herausforderung gabelt unseren Lebensweg. Aber wir entscheiden, welche Richtung wir einschlagen: Ob wir wagemutig oder feige, überlegt oder kopflos, gewissenhaft oder skrupellos handeln ... ob wir dem einfachen oder den unbequemen Weg folgen. - Position 3438

Fazit

Für mich war dieser Band besser als sein Vorgänger. Doch ist es mir immer noch zu verzwickt. Langsam kommt man immer mehr hinter die Logik des Buches und der Zeitreisen, jedoch ist es für mich oft zu unstimmig gewesen.



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