Montag, 31. August 2015

[Rezension] Erin Hunter - Warrior Cats, Zeit der Dunkelheit

Verlag: Beltz & Gelberg
Seiten: 357 - Gebunden
Kauf: Kindle - Gebunden - Audio CD
Reihe: Warrior Cats, Staffel 3, Band 4

Inhalt 

Häherpfote, Distelpfote und Löwenpfote teilen das Wissen um ihre künftige Macht. Aber was bedeutet die Prophezeiung, was können sie tun? Während die Geschwister grübeln, entbrennen zwischen de Clans erbitterte Kämpfe um Territorien und beute - die Zeichen stehen auf krieg. Furcht und Zweifel machen sich unter den Katzen breit, als ein mysteriöser Einzelläufer im Wald auftaucht, der von Unheil und großen Veränderungen kündet. Plötzlich scheint nicht einmal das Gesetz der Krieger mehr sicher. Werden ausgerechnet drei junge Schüler verhindern können, dass die ganze Welt der Clans auseinanderfällt?



Meine Meinung

Allgemein

Vor den Büchern drei und vier aus jeder Staffel habe ich grundsätzlich ein wenig Respekt. Normalerweise kommen sie mir immer wie Lückenbüßer rüber. Das Thema der Staffel ist eingeleitet, der Höhepunkt kommt jedoch erst in den letzten beiden Büchern. Somit ist es schwer Spannung und Story am laufenden zu halten. Und bis über die Hälfte sympathisierte ich auch nicht mit diesem Teil.
Das Buch wurde eingeleitet mit dem Heimkehren der Katzen von der Mission aus dem Vorgänger. Nichts halbes und nichts ganzes. Danach geht das übliche Clan-Leben weiter und die drei Auserwählten Katzen Häherpfote, Distelpfote und Löwenpfote denken immer wieder über die Prophezeiung nach ... gähn.
Doch dann schleicht sich eine Katze in die Wälder des DonnerClans. Geheimnisse umgeben ihn und er prophezeit düstere Zeiten.
Nach dem Auftritt dieser Katze entfacht ein wilder Kampf, der meine Emotionen auf den Kopf gestellt hat. Ich war entsetzt über die Skrupellosigkeit, welche ein Clan aufbringen kann und habe mich bis zum Schluss gefragt, warum dieser Kampf passierte... Nicht im positiven Sinne. Den am Ende des Buches versammeln sich die Katzen wieder einmal zu einer großen Versammlung. Dort habe ich auf Antworten gehofft, doch keine bekommen. Das Ende fand ich somit sehr mager. Die Frage, wie es zu dem Kampf kam, bleibt offen, hitzt mich jedoch nicht für das nächste Buch auf.
Dennoch hat mich ein anderer Clan positiv überrascht und zum ersten Mal in meinem Leben empfinde ich Verständnis mit dem SchattenClan! Nach all den düsteren Zeiten fangen die ersten Glaubensmuster an zu bröckeln und im Buch wird es dargestellt, als würde nie jemand den Glauben an den SternenClan verlieren.... Jedoch hatte ich das Gefühl, dass dies in ungefähr jedem zweiten Buch passiert.

Charaktere 

Hauptsächlich sind da natürlich die Katzen aus der Prophezeiung: Häherpfote, Löwenpfote und Distelpfote.
Sie alle haben sehr eigenartige Eigenschaften und mit Distelpfote und Löwenpfote werde ich noch immer nicht richtig warm. Es scheint mir, als ob Distelpfote gar nicht richtig in den Clan passt. Zwar denkt sie permanent über das Gesetz der Krieger nach und wie sie sich unterstützend anbieten kann, jedoch macht sie nie etwas. Geschweige den, dass sie mal ausspricht, was sie sagt. Sie schweigt und geht ihren eigenen Weg und mich nervt es, dass wenn man mal ihre Sicht im Buch hat, sie sich permanent Sorgen macht.
Löwenpfote geht mir einfach auf den Geist, weil er denkt, dass er der Beste ist. Allgemein mag ich solche Menschen bzw. in diesem Fall Katzen nicht und das gibt ihm leider Minuspunkte bei mir. Auch bin ich mehr der Feuerstern-Typ, der mit Logik zu regeln versucht und heiße somit Löwenpfotes Kampfgelüste nicht gut.
Aber alle guten Dinge sind drei! Und Häherpfote habe ich noch immer ins Herz geschlossen. Er geht tapfer seinen Weg, auch wenn immer noch viele denken, dass er stark eingeschränkt sei, in seinen Aktivitäten. Er vertraut nicht einfach blind der Prophezeiung und seinen Fähigkeiten, sondern versucht ihr auf den Zahn zu fühlen und mehr heraus zu finden. Er will erfahren, was der SternenClan ihm verschweigt und ich liebe es, dass er sich nichts bieten lässt.
Zu guter letzt möchte ich noch "Sol" erwähnen. Die anmutige Katze, welche den Clan vor großer Dunkelheit warnte. Er hat mir schon in diesem einen Buch verdeutlicht, dass er nie das macht, was man denkt. Er ist undurchschaubar und undurchdringlich. Er hat einen Plan und mir scheint es eher so, als wären die Clans seine Marionetten und nicht anders rum. Er weiß viel mehr. Doch woher? Ich hoffe, dass im nächsten Band noch viele Informationen über ihn herausgerückt werden!

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil ist - wie gewohnt - flüssig zu lesen und spannend. Es wird viel beschrieben, aber nicht übertrieben viel. Man bekommt somit einen guten Einblick in die Szene und die Spannung kann aufgebaut werden!
Geschrieben ist das Buch in der dritten Person aus den Sichten von Häherpfote, Distelpfote und Löwenpfote.

Cover & Titel

Tja... Ich muss zugeben bei dem Cover bin ich diesmal überfragt. Es ist wunderschön, kein Zweifel. Doch an der abgebildeten Katze Zweifel ich noch. Laut Beschreibungen würde Brombeerkralle perfekt passen, allerdings hat er keine große Rolle im Buch. Sinnig wäre für mich Sol, doch er wird ganz anders beschrieben.
Der Titel passt in mehreren Sichten perfekt aufs Buch. Es gibt Dunkelheit in den Herzen, in den Wäldern, in den Clans, im Glauben.

Zitat 

"Die Wahrheit ist eine mächtige Waffe. Wir müssen uns gut überlegen, wie wir sie einsetzen." 
- Seite 17

Fazit

Ein an sich schöner Mittelteil der Staffel. Er bietet Spannung und Geheimnisse. Jedoch treibt es die Geschichte rund um die Prophezeiung erneut nur unwirklich voran. So scheint es jedenfalls noch. Auch das Ende flaut eher ab.
Da jedoch ein wirklich emotionsvoller Kampf statt findet, der mich lange gefesselt hat, gebe ich vier von fünf Pandas.


Die gesamte Staffel

 






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen