Donnerstag, 19. November 2015

[Rezension] Julie Kagawa - Talon, Drachenzeit

Verlag: Heyne>fliegt
Seiten: 560 Seiten
Reihe: Talon, Band 1 von 5
Kauf: Kindle - Gebunden

Inhalt

Strand, Meer, Partys – einen herrlichen Sommer lang darf Ember Hill das Leben eines ganz gewöhnlichen kalifornischen Mädchens leben! Danach muss sie in die strenge Welt des Talon-Ordens zurückkehren – und kämpfen. Denn Ember verbirgt ein unglaubliches Geheimnis: Sie ist ein Drache in Menschengestalt, auserwählt, um gegen die Todfeinde der Drachen, die Krieger des Geheimordens St. Georg, zu kämpfen.

Garret ist einer jener Krieger, und er hat Ember sofort als Gefahr erkannt. Doch je näher er ihr kommt, umso mehr entflammt er für das ebenso schöne wie mutige Mädchen. Und plötzlich stellt er alles, was er je über Drachen gelernt hat, infrage …


Meine Meinung

Allgemein

Ein spannender und mysteriöser Auftakt einer fünfteiligen Reihe.
Der Anfang lässt sich flüssig lesen und wirft einen eine Menge kleiner Häppchen hin, die einen neugierig machen. Die Lust auf mehr steigt.
Nach den ersten 150 Seiten geht es dann auch los mit der spannenden Seite: Die Drachen.
Den Talon will nicht auffallen und so gelten die Drachen in diesem Buch als Gestaltenwandler. Sie können zwischen Mensch und Drache variieren und sollen sich so möglichst gut anpassen. Die Vorstellung war sehr gewöhnungsbedürftig für mich. Klar wurde die Größe und das Aussehen der Drachen beschrieben, ebenso die Verwandlung. Trotzdem könnte ich mir nicht vorstellen, wie ein Mensch mir gegenüber sich plötzlich in einen Drachen verwandelt.
Allgemein kam das Drachenleben jedoch recht kurz. Dieser Auftakt beschäftigt sich mehr damit eine Dreiecksbeziehung zu entwickeln (im spannenden und romantischen Sinne) und somit eher weniger mit der Gestalt der Drachen direkt.
Man lernt zwei Organisationen kenne. Einmal Talon und der Orden St. Georg. Talon ist der Drachenbund in dem strikte Regeln herrschen. Der Orden jedoch ist gegen Talon.
Die Informationen sind noch spärlich, doch das war kein Problem für mich. Den auch die Mitglieder von Talon wissen nicht, was dort wirklich vor sich geht und somit bleibt es auch für die Leser spannend, was sich wirklich so hinter den Kulissen abspielt.
Das Ende war über viele Seiten hinweg spannend gestaltet. Es offenbaren sich bei vielen Hauptfiguren ungeahnte Seiten und steigert somit die Spannung auf den zweiten Teil.
Jedoch solltet ihr vielleicht das Buch noch nicht lesen, wenn ihr definitiv keine Cliffhanger abkönnt. Ein ziemlich gemeiner noch dazu!

Charaktere

In dem Buch gibt es relativ viele wichtige Charaktere.
Zum einen ist dort die Protagonistin Ember. Sie hat eine starke Persönlichkeit und ist ziemlich trotzig. Sie will sich nichts sagen lassen und ist klug genug um Dinge zu hinterfragen, Sie ist ein Freigeist und möchte sich nicht einsperren lassen.
Embers Bruder Dante ist für mich noch nicht greifbar. Er ist unnahbar. Er ist stets darum bemüht zu Talon zu passen und sich keinen Fehltritt zu erlauben. Trotzdem sticht die Liebe zu seiner Schwester deutlich hervor. Der Kampf zwischen beidem ist interessant im Buch dargestellt.
Dann gibt es noch Riley und Garret.
Riley ist ein Einzelgänger. In diesem Band bekommt man kaum etwas von ihm mit. Er taucht an einigen Stellen immer mal zufällig auf und erzählt mysteriöse Dinge.
Garret ist ei Mitglied des Ordens und somit eine spannende Person. Man erfährt Beweggründe durch ihn, warum der Orden gegen Talon ist und ständig ist er hin- und hergerissen zwischen seinen neuen Erfahrungen und seiner Berufung.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. In dem Buch gibt es drei Sichtweisen. In erster Linie aus den Sichten von Garret und Ember. Oftmals setzt ein neues Kapitel in der Mitte des alten ein und erzählt die Situation nochmal aus einer anderen Sicht. Jedoch gefiel mir das recht gut, da es doch nicht dasselbe ist.
Das Buch ist in zwei Teile gegliedert und im zweiten Teil treten dann stellenweise Sichtweisen von Riley auf, die sehr mysteriös gestaltet sind.
Der Epilog ist geschrieben aus der Sicht von Dante. Ein toller Spannungsmacher.

Cover & Titel

Das Cover ist richtig schön gestaltet. Das Auge ist im wahrsten Sinne des Wortes ein wahrer Eyecatcher und die Farben der Person vereinigen Mensch und Drache in einem.
Der Titel beschreibt das grobe Thema: Die Organisation "Talon." Es ist in dem Sinne passend, da es in dem Buch nur zwei Seiten gibt: Pro und Contra Talon.
Der Untertitel "Drachenzeit" ist denke ich darauf bezogen, dass Talon versucht möglichst mächtig zu werden.

Zitat

"Wie fühlte es sich überhaupt an, wenn man jemanden toll fand? Musste man jedes Mal grinsen, wenn man seine Stimme hörte, oder blieb einem plötzlich der Atem weg, wenn er einen ansah? Wollte man ihm unbedingt ein Lächeln oder ein Lachen entlocken mit dem, was man sagte?" 
- Seite 276

Fazit

Ein spannender Auftakt, der vielversprechend ist. Noch sind die Infos sehr vage, lassen aber auf großes Hoffen. Die Charaktere sind toll und der Schreibstil extrem flüssig zu lesen.
Mit einem spannenden Ende und einem bösen Cliffhanger will man auf jeden Fall mehr wissen!


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