Donnerstag, 28. Januar 2016

[Rezension] Krystyna Kuhn - Das Tal, Der Sturm

Verlag: Arena
Reihe: Das Tal, Season 1, Band 3 von 4. Insgesamt von 8
Seiten: 304
Kauf: Kindle Broschiert  - Hörbuch Download - Audio CD

Inhalt

Remembrance Day! Ein Tag mit einer besonderen Bedeutung für Chris. Und nichts wünscht er sich sehnlicher, als mit Julia über den Feiertag aus dem Tal zu verschwinden, wie die anderen Studenten auch. Doch als sie endlich aufbrechen wollen, zieht ein Jahrhundertsturm auf. Chris, Julia, Debbie, Rose und Benjamin werden von der Außenwelt abgeschnitten. Aber im verlassenen College geht es nicht mit rechten Dingen zu. Wohin ist der Sicherheitsbeamte Ted verschwunden? Warum verhält sich Debbie so seltsam? Und wer spielt ihnen die DVD mit Bildern in die Hände, die direkt in die Vergangenheit des Tals führen? Während der Sturm seinen Höhepunkt erreicht, wird Chris klar, dass ein Unbekannter ein perfides Spiel mit ihnen treibt. Die Frage ist nur, wer ist es und auf wen hat er es abgesehen?


Meine Meinung

Allgemein

Bislang fand ich diesen Band den schwächsten der Reihe.
Zuerst war alles sehr positiv. Schon von Anfang an kam Spannung auf und ich lag schon mit dem ersten Protagonisten im Klinsch. Eigentlich wollte die Gruppe, bestehend aus Chris, Ben, Julia, Debbie und Rose, nur ein schönes entspanntes Wochenende genießen. Es ist Remembrance Day und die Schüler haben ein paar Tage frei. Weg vom College. Weg von all den mysteriösen Geschehnissen. Weg aus den Fängen des Tals. Doch auch diesmal hat das Tal einige böse Überraschungen für sie und somit passiert es, dass auf dem Weg in die Stadt, Ben das Auto nicht mehr unter Kontrolle hat und bei einem schlimmen Schneesturm direkt gegen den nächsten Baum rast.
Somit passiert es, dass die kleine Gruppe wieder zurück muss und das ganze riesen College für sich hat. Klingt cool, ist es aber nicht, wenn das Tal andere Pläne hat. Geleitet von Frustration, Demütigung und alten Geschichten entwickeln sich mysteriöse Ereignisse, die mir Schauer über den Rücken jagen konnten. Allerdings nur bis die erste Hälfte vorbei war. Noch immer bietet die Autorin spannende Szenen, doch irgendwie verloren sie für mich an Wirkung. Die zweite Hälfte des Buches war mehr eine Art Krimi für mich, als ein Thriller. Klar waren viele ekelhafte und bösartige Sachen dabei und die Spannung kam nicht zu kurz. Doch der Gruseleffekt? Blieb aus!
Dem großen Geheimnis des Tals kam man auch nur schleichend näher. Noch immer fehlen Unmengen an Puzzleteilen und selbst nach dem großen Showdown wusste man nur ein wenig mehr über die verschollene Gruppe. Über ihr damaliges Leben. Nicht, was mit Ihnen passierte.

Charaktere

In jedem Buch lernt man ein paar Charaktere aus ihrer Sicht kennen. Diesmal waren es Chris und Debbie. Im Prolog liest man noch aus der Sicht von Julia und ich hoffte, das es so weitergeht. Die Situation war äußerst spannend und das ganze Buch handelt sich um die einzige Frage, die man sich danach stellt: Was passierte, als Julia dort am Grab war ? Welche Bedeutung hat die Szene in sich?
Jedoch freundete ich mich auch schnell mit diesen neuen Sichten an. Zwar mochte ich weder Chris, noch Debbie, trotzdem waren sie zwei Persönlichkeiten, die super toll ins Tal passen.
Chris mit seiner steten Bemühung um die Selbstkontrolle. Den Gedanken, die er Julia widmet, und die mich nie sicher zurück gelassen haben. Irgendwie dachte ich, dass selbst seine Gedanken an ihm falsch sind.
Und Debbie mit ihrer Zwangsneurose Listen zu erstellen und ihrem unendlichen Hass gegen jeden, der sie für dumm hält. Bei ihr habe ich oft fassungslos vor dem Buch gesessen, den ihre Gedanken und ihre Taten waren so widersprüchlich.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil war flüssig zu lesen und sehr spannend. Durch Erzählungen, die wie echt wirkten, hat man sich ein paar Mal im Zimmer umgesehen, ob nicht der Sturm hier wütet und ich nur in der ruhigen Mitte sitze.
Geschrieben wurde das Buch aus den Sichten von Debbie und Chris in der dritten Person. Der Prolog jedoch war aus der Sicht von Julia. Ebenfalls in der dritte Person.

Cover & Titel

Das Cover ist nach wie vor dasselbe, wie von den beiden Vorgängern. Noch immer sieht man das College und die dunklen, schwarzen Raben. Ich finde das Cover nicht schlecht und auch, dass es nicht wechselt, fasse ich nicht unbedingt negativ auf.
Noch immer befinden wir uns im Tal und im ersten Jahr in Season 1. Obwohl man durch den Schreibstil manchmal denkt, es ist schon mehr Zeit vergangen. Um den großen Sturm, der der schlimmste seit vielen Jahrzehnten ist, dreht sich das ganze Buch. Von daher ein passender Titel.

Zitat

"Gegen die Macht der Angst war ein Vampir nicht schlimmer als eine mickrige Zecke."
- Position 3167

Fazit

Auch der dritte Teil der Reihe konnte mich überzeugen. Spannend von vorne bis hinten. Zwar lässt der Gruseleffekt mit der Zeit nach und die Geschichte an sich kommt nur schleppend vorran, trotzdem lässt es sich zügig lesen und beschert einige nette Lesestunden!


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