Mittwoch, 8. Juni 2016

[Rezension] Rose Snow - Acht Sinne, Band 1 der Gefühle

Verlag: Indie
Reihe: Acht Sinne, Band 1 von 6
Seiten: 338
Kauf: Kindle - Taschenbuch

Inhalt

Tauche ein in die Welt der 8 Sinne: Wut. Ekel. Trauer. Wachsamkeit. Freude. Erstaunen. Vertrauen. Angst. Welches Gefühl ist Deines?

Als Lee nach ihrem Tod in einer magischen Parallelwelt der Gefühle erwacht, trifft sie nicht nur auf den arroganten, gutaussehenden Ekelträger Ben - sie gerät auch noch ins Visier eines tödlichen Geheimbundes ...






Meine Meinung

Allgemein

Am Anfang wird man einfach so in das Buch hineingeschmissen. Man ist direkt im Geschehen und nimmt sofort teil an der sogenannten Triangle Prüfung. Erst hat es ein wenig verwirrt, doch nach wenigen Seiten war ich drin und nach und nach wurden die Dinge dann langsam aufgeklärt.
Von der Idee war ich jede Seite mehr begeistert. Nach seinem Tod kann es passieren, dass man ausgewählt ist, in die Welt der Sinne zu reisen. Doch so besonders ist das eigentlich gar nicht, denn die Auswahl findet sehr regelmäßig statt und schließlich ist es eine ganze Welt.
Das Abenteuer schleicht sich langsam in die Geschichte ein. Schon am Anfang gibt es kleine Geschehnisse und Hinweise und irgendwann ist man mitten auf der gefährlichen Reise, um ein Problem zu lösen. Der Übergang ging schön flüssig. Ich kann nicht sagen, dass das Buch langsam losgeht und dann plötzlich ins Spannende übergibt. Nein, es zieht sich wirklich in einem Faden durchs Buch.
Das Ende nimmt eine Menge an Fahrt auf. Man kriegt schon jetzt von vielen Ländern der Sinne einen Eindruck und der Unterschied ist deutlich merkbar. Verglichen mit der Menge des Inhalts, hat das Buch eigentlich wenig Seiten. Sollte man annehmen. Aber an keiner Stelle kam es mir zu hektisch oder zu gepresst vor. Die Autorin hat ein perfektes Gleichgewicht geschaffen.

Charaktere

Acht Sinne, acht Charaktere. Und von allen bekommt man etwas mit. Klar, von einigen mehr und von anderen weniger, aber bis zur Mitte des Buches herrscht echt ein gutes Gleichgewicht.
Vor allem sind die Sinne gut herausgearbeitet. Jedem merkt man seine Eigenschaften an, ohne das sie besonders von der Autorin, durch Extraworte, unterstrichen werden musste.
Bewundernswerter Weise schafft die Autorin, mir sogar den Ekel nahe zu bringen. Obwohl er seinem Land durch und durch gerecht wird, ist er mir trotzdem sehr ans Herz gewachsen.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil ist sehr angenehm. Die Autorin schafft es, jedem Sinn einen eigenen merkbaren Charakter einzuflößen und dazu noch bildlich zu beschreiben. Auch gab es viel zu Lachen und die Liebe kommt ebenfalls nicht zu kurz.
Geschrieben ist das Buch aus der Sicht der Lee. In der Ich-Perspektive.

Cover & Titel

Das Cover zeigt die Wachsamkeitsträgerin Lee und den Ekelträger Ben. Lees Farbe ist gelb und sie ist diejenige, die im Buch dominiert. Sie zeigt Ben den Weg und bestimmt, was gemacht wird. Deshalb finde ich es gut gemacht, dass der Kreis komplett gelb ausgemalt ist, außer dem winzigen grünen Stern, der Ben verkörpern soll. Der kleine Stern am Horizont. Ebenfalls wichtig.
Der Titel ist recht schlicht gehalten und erzählt den Inhalt ganz neutral: Es geht um die Welt der Acht Sinne. Und es ist der erste Band. Nicht sehr einfallsreich, aber doch passend.

Zitat

"Für manche von uns ist es sogar gefährlich, und zwar für jene, die das Vertrauen nur im Außen suchen und naiv alles glauben, was man ihnen sagt. Es ist so ähnlich wie mit dem Glück. Viele suchen es in der Außenwelt, obwohl es eigentlich ein innerer Zustand ist."
- Seite 232 

Fazit 

Ein Auftakt, der mich voll und ganz eingenommen hat. Ich bin durch das Buch geflogen und habe diese neue Idee in vollen Zügen genossen. Die Charaktere waren ausgereift und die Geschichte gut durchdacht. Volle Empfehlung !


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