Dienstag, 26. Juli 2016

[Rezension] Detlef Kowalewski - Zur Hölle, Kohle, Knast & Rock n Roll

Verlag: Edition Steffan
Seiten: 192
Reihe: /
Kauf: Broschiert

Inhalt 

Als Heavy Metal-Musiker und als Konzertveranstalter feierte er Erfolge, badete im Geld. Aber dann wurde er wegen Koks verhaftet. Er fuhr in den Kölner "Klingepütz" ein, lernte einen Top-RAF-Terroristen kennen. Er floh als erster aus diesem Hochsicherheitsgefängnis.
Er tauchte in Amerstam unter, wurde erneut verhaftet, kam in den "sichersten Knast Europas". Auch der war nicht sicher genug für ihn.
Er entkam auf spektakuläre Weise. Er segelte über den Atlantik nach Brasilien, geriet an das Kali-Kartell, wurde erpresst und zu einer Kurierfahrt gezwungen, die schief ging.Festnahme in Brasilien. Er verbrachte daraufhin über drei Jahre in brasilianischen Knästen und erlebte die Hölle auf Erden.

Meine Meinung

Eine berührende und erschreckende Biographie.
Direkt am Anfang steigt der Leser in die Szene der Gefangennahme Kowalewskis ein. Man ist sofort mittendrin und bekommt ein Gefühl für sein ereignisreiches, turbulentes Leben. Nebst der Gefängnisaufenthalte und Fluchten geht es nicht ruhiger im Leben des Ausbruchskönig zu. Denn als leidenschaftlicher Metal-Fan und Musiker ist er immer auf dem Sprung. Es wirkt als könne ihn kaum etwas lange an einen Ort fesseln, immer auf dem Sprung. Mal schreibt er Lieder für seine Band, leitet ein Tattostudio oder eröffnet eine Halle für noch unbekannte Bands und hilft diesen zum Erfolg. Selbst mit Iron Maiden spielte er schon zusammen. Wie es so treffend von auf dem Buchrücken steht: „So spektakulär wie unfassbar.“
Nach dem Einstieg flaut zunächst alles ein wenig ab. Kowalewski wartet auf sein Urteil und der Leser auf seine Geschichte. Denn diese fängt nicht in Brasilien an, sondern in Deutschland. Ab da gab es eine Menge an Sprüngen. Von der Gefangenschaft in Brasilien wurde zunächst auf die deutsche Gefangenschaft gesprungen, dann auf die Zeit mit seiner Band zuvor und von dort auf die Zeit noch vor der Band. Ein Rückblick im Rückblick. Verwirrend fand ich das zwar nicht, dennoch irritierte es zunächst, dass die Biographie Benjamin Button ähnlich ablief.
In erster Linie ging die Geschichte wirklich nur um die Gefängnisaufenthalte und die Fluchten. Gerne hätte ich jedoch noch mehr rund um dieses Leben gelesen. Wie erging es ihm danach? Auch die Bandzeit interessierte mich enorm.
Doch auch ohne diese Lebenspunkte kam ich kaum von dem Buch los. Über Deutschland beschrieb Kowalewski ausführlich über die Pläne, Vorbereitung und den Ausbruch an sich. Dabei merkte man immer wieder, wie viel er dabei in Kauf nimmt. Vor allem in Brasilien. Brasilien hat mich zutiefst geschockt. Viele Wissen, dass es in diesen Ländern oft nicht so gerecht zugeht, wie es sein sollte, doch die wirklich extremen Situationen ließen mich manchmal mit weit aufgerissenen Augen lesen. Einfach die bloße, unzensierte Wahrheit.

Schreibstil

Das Buch wechselt oft im Zeitgeschehen hin und her. Der Ausgangspunkt ist Brasilien. Von dem Punkt wird zunächst die Geschichte rückblickend erzählt und dort wieder angekommen bis zur Freiheit. Manchmal fallen da auch Rechtschreibfehler im Auge, die mich aber nicht störten. Häufen tun sie sich definitiv nicht, nur auffallen.

Cover & Titel

Cover sind nicht das wesentliche einer Biographie, wie ich finde. Dennoch zieht einen dieses an. Man sieht dort den Autoren Detlef Kowalewski. Statur und Aussehen lassen ihn knallhart wirken, doch seine Mimik verrät das er gar nicht so böse tickt. Das viel mehr hinter diesem Mann steckt lernt man im Buch kennen. 
Auch der Titel "Zur Hölle" und der Untertitel "Kohle, Kanst & Rock 'n' Roll" beschreiben das Buch ganz gut und geben das wesentliche wieder. Optisch gefallen mir nur keine roten Schriftzüge. 


Zitat


"Manche Wege verstehen wir erst nach Jahren oder nie."
- Seite 185

Fazit

Eine Biographie, die ich nur empfehlen kann. Sie erzählt ohne große Scheuklappen von dem Leben des Ausbrecherkönigs. Erschreckend echt lernt man von der Welt der Gefängnisse in Europa und Brasilien. Auch für Leser, die in andren Genres unterwegs sind, ein fesselndes Erlebnis.


Vielen Dank an den Verlag zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares! 

Montag, 25. Juli 2016

[Neuerscheinungen] Fantas(y)tischer August


Huhu ihr Lieben!

Im Genre Fantasy lässt der Monat August absolut nichts zu wünschen übrig. Von Romantasy über Dark-Fantasy. Ganz tolle bekannte Autoren wie Markus Heitz sind auch wieder dabei.

Weil es diesmal so viele sind erstmal eine kleine Übersicht: 





// Lynsay Sands - Tatsächlich Vampir //
// Kindle (12. August) - Taschenbuch (03. August) //
// Vampir, Band 22 von mindestens 23 //

Dem Unsterblichen Justin Bricker liegt die Damenwelt zu Füßen. Keine Frau hat es bisher geschafft, sich seinem Charisma zu entziehen, doch als er auf Holly Bosley trifft, ist alles anders: Denn anstatt sich ihm an den Hals zu werfen, rennt diese erst einmal davon, stürzt und wird lebensgefährlich verletzt. Um sie zu retten, muss er sie wandeln, nur um dann zu erfahren, dass sie bereits verheiratet ist. Doch Justin ist entschlossen, für seine Gefährtin zu kämpfen, auch wenn es bedeutet, alle Regeln zu brechen …







// Chloe Neill - Wie ein Biss in der dunklen Nacht //
// Kindle (12. August) - Taschenbuch (03. August) //
// Chicagoland Vampires, Band 12 von ? //

Die Vampire Merit und Ethan konnten schon viel Erfahrung in ihren Kämpfen sammeln – doch jetzt haben sie es mit einem Gegner zu tun, der mächtiger ist, als sie es sich je vorzustellen vermochten. Und er hat es auf Chicago abgesehen. Ethan hat Haus Cadogan in Alarmbereitschaft versetzt, aber der Feind wird nicht Halt machen, bevor Vampir gegen Vampir kämpft. Merit muss nun alles opfern, um dieses Spiel zu gewinnen …








// Erin Lindsey - Bloodbound, Der Weg der Wölfe //
// Kindle (12. August) - Taschenbuch (12. August) //
// Alix Black, Band 2 von ? //


WENN DER SCHNEE SCHMILZT, ERWACHT DER KRIEG ZU NEUEM LEBEN ... Eine Schlacht ist gewonnen, der Krieg zwischen Alden und dem Trionat von Oridia aber noch lange nicht vorbei. Mit dem nahenden Frühling droht ein Erstarken des Feindes, doch Aldens Männer sind erschöpft. Alix Black, Leibwächterin des Königs und seine beste Kundschafterin, bekommt eine Aufgabe zugeteilt, die über Sieg oder Niederlage entscheiden wird: Sie soll den König auf einer geheimen Mission begleiten. Um Verbündete für den Kampf zu gewinnen, werden sie in das weit entfernte Land Harram reisen ― doch ihr Weg führt sie direkt durch das Stammesgebiet der dort ansässigen kriegerischen Bergvölker ...



// Genevieve Cogman - Die Maskierte Stadt //
// Kindle (12. August) - Taschenbuch (12. August) //
// Die Bibliothekare, Band 2 von mindestens 3 //

Irene Winters ist Agentin der unsichtbaren Bibliothek, die jenseits von Raum und Zeit als Tor zwischen den Welten existiert. Ihr Job ist es, einzigartige, ungewöhnliche oder rare Bücher für diese Bibliothek zu beschaffen. Sie hat gerade auf einer zwielichtigen Auktion einen seltenen Bram-Stoker-Text erworben, als sie und ihr Assistent Kai überfallen werden. Zu spät erkennt Irene, dass es nicht um das Buch, sondern um Kai geht. Er wird entführt, ohne dass Irene es verhindern kann. Die Spur der Verbrecher führt in ein dunkles Venedig des immerwährenden Karnevals. Ein Ort der Masken und Geheimnisse. Und des Todes ...


//Tom Jacuba - Die Wächter des schlafenden Berges //
// Kindle (12. August) - Taschenbuch (12. August) //
// Kalypto, Band 3 von ? //

abrylon, der Wächter des Schlafes, ist verzweifelt. Seit Tausenden Sonnenwenden wacht er im Inneren eines Vulkans über den magischen Schlaf seiner Brüder und Schwestern - der Magier von Kalypto. Doch nach und nach sterben sie, und Gabrylon kann es nicht verhindern. Nur wenn das eine Dienstvolk gefunden ist, würdig das Zweite Reich von Kalypto zu errichten, darf er die Magier wecken. Nun aber bahnt sich etwas Ungeheuerliches an, von dem Gabrylon nichts ahnt: Ein einfacher Sterblicher, ein Mann aus dem Volk der Waldstämme, macht sich auf den Weg zum Vulkan, um es mit den Magiern aufzunehmen -





// Bernhard Hennen - Robert Corvus, Himmelsturm //
// Kindle (08. August) - Broschiert (08. August) //
// Die Phileasson - Saga, Band 2 von 3 //

Sagen und Mythen ranken sich um die legendäre Rivalität zwischen Asleif Phileasson, den sie nur den Foggwolf nennen, und Beorn dem Blender. Nun soll eine Wettfahrt entscheiden, wer von beiden der größte Seefahrer aller Zeiten ist und sich König der Meere nennen darf. In achtzig Wochen müssen die beiden Krieger den Kontinent Aventurien umrunden und sich dabei zwölf riskanten Abenteuern stellen. Abenteuern, die nur die abgebrühtesten Helden zu bestehen vermögen. Es ist der Beginn des größten und gefährlichsten Wettlaufs aller Zeiten ...






// Dana Carpenter - Die Schattenschrift //
// Kindle (08. August) - Broschiert (08 August) //

Das Böhmen des 13. Jahrhunderts ist ein gefährlicher Ort für eine junge Frau, vor allem, wenn sie mit ungewöhnlichen Sinnen und einem verblüffenden Intellekt geboren wurde, so wie Maus. Manche bezeichnen sie als Hexe, andere als Engel. Dann rettet Maus eines Tages dem jungen böhmischen König Ottokar das Leben, woraufhin dieser sie mit an den Königshof nach Prag nimmt. Schnell werden die politischen Intrigen am Hof gefährlich für Maus. Wer ist dieses geheimnisvolle Mädchen? Wo kommt sie her, und kann sie den Höflingen möglicherweise gefährlich werden? Als Maus’ außergewöhnliche Gaben immer stärker werden, muss sie sich dem Rätsel ihrer Herkunft stellen. Doch wird sie bereit sein, ihr dunkles Schicksal zu tragen?



// Christine Feehan - Wächterin der Erde //
// Kindle (08. August) - Taschenbuch (08, August) //
// Sea- Haven- Saga, Band 4 von ? //

Gavriil Prakenskij ist Auftragskiller. Schwäche oder Gefühle kennt er nicht. Verführung gehört für ihn zum Geschäft. Doch alles ändert sich, als er die scheue Lexi trifft. Er kann fühlen, dass sie für ihn bestimmt ist. In ihrem Inneren ebenso verletzt wie er, teilt sie den Wunsch nach einem Neuanfang. Doch dann wird Lexi von den Schatten ihrer Vergangenheit eingeholt. Kann Gavriil noch einmal auf seine Fähigkeiten zurückgreifen, um die Frau, die er liebt, zu schützen?







// Daniel Illger - Das Gesetz der Schatten //
// Kindle (27. August) - Broschiert (27. August) //
// Skargat, Band 2 von ? //

Die Nacht der Toten naht und niemand weiß, welche Schrecken die Gespensterhorde des Schwarzen Jägers bringen wird. Mykar und seine Freunde bereiten sich auf den scheinbar aussichtslosen Kampf vor. Doch in Ahekris, der fernen Hauptstadt des Kaiserreichs, regt sich ein anderer, noch weit mächtigerer Feind.

Nach dem Tod seines besten Freundes kennt Mykar nur noch ein Ziel. Rache an Rudrick von Nordwiesen. Allein begibt er sich auf eine gefährliche Reise, um herauszufinden, wie er seinen übermächtigen Feind bezwingen kann. Unterdessen finden seine übrigen Freunde Justinius, Scara und Vanice neue Verbündete in einem trotteligen Totengräber und einem Paladin, der an der göttlichen Gerechtigkeit verzweifelt. Gemeinsam versuchen sie, die Gespensterhorde des Schwarzen Jägers aufzuhalten. Doch die Zeit wird knapp – denn ein namenloses Böses drängt machtvoll in die Welt. Es wird nichts und niemanden verschonen: weder die Welt der Menschen noch jene der Spukwesen und Nachtgestalten.

// Anthony Ryan - Die Königin der Flammen //
// Kindle (27. 08) - Gebunden (27. 08) - Audio CD (29. 08) //
// Rabenschatten, Band 3 von ? //

Der außergewöhnliche Kämpfer Vaelin Al Sorna muss seiner Königin beistehen, um ihr Reich zu retten. Da wird er gewahr, dass seine besondere Gabe, »das Lied« in seinem Blut, langsam verklingt. Wird es reichen, um die tückischen Feinde abzuwehren?

Nach Königin Lyrnas Rückkehr in die Vereinigten Königslande liegt das Volk ihr zu Füßen. Auf den Schultern von Vaelin Al Sorna lastet dagegen der Siegesruhm schwer. Das besagt auch sein neuer Name: Herr über die Schlachten des Reiches. Derweil zieht im fernen Volaria eine neue Bedrohung auf, die die ganze Welt in Chaos und Vernichtung stürzen könnte. Der grausame »Verbündete« hat überall seine Marionetten und will in allen Ländern die Macht an sich reißen. Menschliches Leben kümmert ihn wenig. Um ihn aufzuhalten, müssen Königin Lyrna, Vaelin und ihre Mitstreiter zu ihrem bislang größten Feldzug aufbrechen, von dem es vielleicht keine Rückkehr mehr gibt.

// Susan Dennart - Schwestern der Wahrheit //
// Kindle (22. August) - Gebunden (22. August) //

Manche Menschen werden mit einer magischen Begabung geboren, die ihnen besondere Kräfte verleiht. Safiya kann Lüge von Wahrheit unterscheiden, ihre Freundin Iseult sieht Gedanken und Gefühle. Die beiden wollen frei sein und niemandem dienen. Doch als sie einen folgenschweren Fehler begehen und der Krieg immer näher rückt, müssen Safi und Iseult sich entscheiden, auf welcher Seite sie stehen. Doch die größte Gefahr trägt Safi in sich: ihre Wahrmagie ist extrem selten und manche würden alles tun, um sie in ihre Gewalt zu bringen …








Bereits als eBook



// Markus Heitz - Wédora //
// Kindle  (25. Juli) - Broschiert (01. August) - 
 Hörbuch Download (22. August) - Audio CD (22. August) //

Lebensspendend oder todbringend, geheimnisvoll oder verkommen - Juwel der Wüste oder Ende aller Hoffnung? Willkommen in Wédōra, dem Schauplatz von Markus Heitz' neuem Dark-Fantasy-Roman "Wédōra - Staub und Blut.
Im Mittelpunkt einer gigantischen Wüste liegt die schwer befestigte Stadt Wédōra. Sämtliche Handelswege der 15 Länder rings um das Sandmeer kreuzen sich hier, Karawanen, Kaufleute und Reisende finden Wasser und Schutz. In diese Stadt verschlägt es den Halunken Liothan und die Gesetzeshüterin Tomeija.
Doch Wédōra steht kurz vor einem gewaltigen Krieg, denn die Grotte mit der unerschöpflichen Quelle, die die Stadt zum mächtigen Handelszentrum hat aufsteigen lassen, war einst das größte Heiligtum der Wüstenvölker. Nun rufen die geheimnisvollen Stämme der Sandsee zum Sturm auf die mächtige Stadt.
Liothan und Tomeija geraten schnell in ein tödliches Netz aus Lügen und Verschwörungen, besitzen sie doch Fähigkeiten, die für viele Seiten interessant sind.


// Martin Alexander - Die Chimäre, Silben der Macht //
// Kindle (15. 7) - Broschiert (15. 7) - Hörbuch Download (18.8) //

SUCHE DIE WAHRHEIT ― DOCH MISSTRAUE DEM, WAS DU SIEHST ... Ezra war schon immer etwas Besonderes. Solange sie zurückdenken kann, haben die Menschen im Dorf sie gemieden, weil sie sich in ihrer Nähe unwohl fühlten. Seit Jahren führt sie ein einsames und ruhiges Leben, doch das ändert sich, als Kopfgeldjäger auftauchen und im Namen der Sonnenkirche nach ihr suchen. Ezra gelingt es gerade so zu fliehen. Aber was wollen die Kopfgeldjäger von ihr? Hat es etwas mit den Veränderungen zu tun, die sie in der letzten Zeit an sich wahrnimmt? Wissen die Männer mehr über sie, als sie selbst? Das Geheimnis ihrer Herkunft treibt Ezra in ein Abenteuer, das sie weit über die Grenzen ihrer Heimat - und ihrer Erwartungen - hinausführen wird ...




Rework



// Abigail Gibbs - Dark Heroine //
// Kindle (13.10.'14) - Paperback (13.10.'14) -Taschenbuch(1.08) //
// Autumn Rose, Band 2 von 2 //

Autumn Rose ist anders. Als Kriegerin mit magischen Kräften führt sie ein Leben voller Verpflichtungen. Das macht es nicht gerade einfach, Freundschaften zu schließen. Und dass ausgerechnet der gut aussehende Prinz Fallon ständig ihre Nähe sucht, verstärkt ihre Außenseiterposition nur noch. Doch Autumn bleibt keine Zeit für Grübeleien. Oder für Liebe. Denn finstere Mächte versuchen die Welt ins Chaos zu stürzen. Eine Prophezeiung beginnt sich zu erfüllen: Neun dunkle Heldinnen sollen das Universum retten. Und die erste ist gerade erwacht ...


Mittwoch, 20. Juli 2016

[Rezension] Thordis Hoyos - Stonebound

Verlag: Selfpublish
Reihe: Stonebound, Band 1 von 3
Seiten: 534
Kauf: Kindle - Taschenbuch

Inhalt

Mit einem Schlag wirft ein magischer Stein Elba in eine Welt, in der sie sich zwischen Aris und Tristan entscheiden muss, sie ein altes Familiengeheimnis zu lösen hat und ihr ein lebensbedrohender Soziopath auf der Spur ist.

Es ist wie ein Blitz, der einschlägt. Seit dem Moment als die 18-jährige Elba Tristan das erste Mal sieht, fühlt sie sich magisch angezogen von ihm. Kein Wunder: Er ist aufregend impulsiv, einfach überirdisch sexy und gerade so zynisch, dass er unheimlich interessant wirkt.
Doch dann lernt Elba seinen unnahbaren und respekteinflößenden Freund Aris kennen - und zu ihrer großen Verwirrung fühlt sie sich ihm auf eine ganz besondere Art verbunden. Aber weshalb drängt Tristan seinen Freund dazu, eine Beziehung mit ihr zu beginnen, obwohl er anscheinend selbst Gefühle für sie hegt?
Und was hat es mit diesen mysteriösen Steinen auf sich, die sie in dem alten Anwesen ihrer Tante findet?
Als Elba auf ein furchteinflößendes Familiengeheimnis stößt, entspinnt sich ein Intrigenspiel um Liebe, Sex, Macht, Blutgier und das blanke Überleben. Es beginnt eine abenteuerlich gefährliche Jagd, bei der niemand dem anderen vertrauen kann und nichts ist, wie es scheint.


Meine Meinung

Allgemein

Sofort fand ich gut ins Buch hinein. Der Schreibstil war fesselnd und die Protagonistin war vom ersten Eindruck her zunächst sympathisch. Direkt spannend ging es los. Die Tante liegt im sterben, da wittert man schon die ersten Geheimnisse. Was hängt wohl damit zusammen? Doch kaum ist Protagonistin Elba mit ihren Großeltern im entlegenen Dorf angekommen, wirkt es gar nicht mehr so, als würde es mit der Tante bald zu Ende gehen. Ganz im Gegenteil. Auf mich als Leser wirkte sie quicklebendig. Die Großmutter nimmt eine geheimnisvolle Kiste mit auf die Reise, bei der ich mich am Ende, als ich den Inhalt dann kannte, noch immer frage: Warum musste diese so zwangsläufig mit? Wäre sie nicht viel besser zu Hause aufgehoben?
Fotos: © Thordis Hoyos

Ziemlich schnell überschlagen sich die Ereignisse dann. Elba sieht ihren alten Freund Christian wieder, mit dem sie auf Anhieb Späße macht und sich wohlfühlen kann, auch wenn so viele Jahre vergangen sind. Er nimmt sie mit auf eine Feier, bei der sie dann zwei mysteriösen Männern über den Weg läuft, die sie sofort magisch anziehen. Wo ich auch schon zu einem Knackpunkt in diesem Buch komme: Hier zieht jeder jeden an. Eine Verkettung von Gefühlen. Keine Dreiecksbeziehung, nein eine Mehrfach-Beziehung. Jeder hat mit irgendwem gefühlstechnisch etwas am Hut, was auch definitiv nicht zu selten erwähnt wird. Gut ein drittel des Buches wurde ständig erwähnt, wie Elba sich in der Gegenwart von Christian oder den anderen beiden Männern Tristan und Aris fühlt. Meistens ist es dann auch dasselbe, sodass mir irgendwann einfach die Betonung zu viel wurde. Ebenfalls mit Christian: Mal ist er der beste Kumpel, aber sie könnte sich da viel mehr vorstellen, wenn nicht jemand anderes ihre Gefühle erweckt hätte, aber dann ist sie sich doch unsicher und möchte zu ihm, aber eigentlich liebt sie nur den Einen. Klingt verwirrend, ist es auch.

Zudem überschlagen sich die Ereignisse deutlich. Nachdem Elba schon vom ersten Moment an sich zu Tristan und Aris hingezogen fühlt, gehen die Ereignisse durch die Decke. Sie und der Rest des Dorfes werden zu exzessiven Partys eingeladen, bei denen Elba sofort mit reingezogen wird: Wild und hemmungslos vergraben sich Tristan, Aris und ein paar Andere in den Hälsen der Gäste, denn hier geht es um Vampire: Die von der Sorte „großer Durst.“ Denn auch hier wurde übertrieben oft erwähnt, wie sie mit sexy aufreizenden Mädchen ihre Spielchen treiben und dann ihr Blut trinken. Sind die Armen nicht bald blutleer, habe ich mich da oft gefragt.
Elba wird es irgendwann zu viel. Glauben tut sie an das alles sehr schnell, schließlich bleibt ihr nichts anderes übrig, wenn sie es vor Ort erlebt. Natürlich hat sie Fragen. Eine Menge sogar und ihre Großeltern scheinen mittendrin zu hängen. Um die Geschichte ein wenig in Schwung zu bringen, wurden sofort ein paar Infos verraten, was ich gut finde, ich mag es nicht lange zu hibbeln ohne die geringste Ahnung zu haben. Doch für mich wirkte die Art und Weise wie und wann Elba etwas erzählt wurde am Anfang noch eher unglaubwürdig.

Nach gut einem Drittel bis zur Hälfte legten sich meine Kritikpunkte fast gänzlich. Das erste kleine Finale kam und ich war regelrecht gefesselt. Es floss auf jeden Fall wieder eine Menge Blut und Leben, für zarte Gemüter wohl eher weniger. Mir gefiel der Facetten-Reichtum des „Bösen“ hier sehr. Im Normalfall halten sich diese bedeckt und agieren im Hintergrund, doch hier band die Autorin ihn mitten ins Geschehen ein. Des Öfteren bekommt man von ihm zu lesen und auch Kontakt. Zwischendurch schaffte sie es sogar, auch meine Sinne zu manipulieren, sodass ich kurzweilig eine gewisse Zuneigung zu ihm hatte.
Was mir besonders gut gefiel war die Verstrickung der einzelnen Personen. Aufgrund der Vergangenheit oder dem Verhalten dachte ich öfter Mal, das jemand auf der Guten Seite steht, andere auf der Bösen und wurde dann überrascht, weil es ganz anders war, als ich bis dahin vermutet hätte. Im Endeffekt wusste ich gar nicht mehr, wem ich noch trauen kann.

Das Finale konnte mich vollends packen. Als Leser lag ich die ganze Zeit auf der Lauer, was denn passieren würde. Der Verrat lag förmlich in der Luft, trotzdem war die Handlung nicht voraussehbar. Besonders auffällig sind hierbei die Hinterlistigkeit und Stärke des Gegners, die man zu spüren bekommt.

Charaktere

Hier gab es viele Klischees. Auf der einen Seite gab es Christian, der mitfühlenden und fürsorgliche Beste-Freund-Typ. Auf der Vampir-Seite Tristan, der typische BadBoy und Frauenheld und Aris, der einerseits verschlossen und andererseits sehr mächtige dargestellt wird.
Am Meisten fand ich Gefallen an Area, da sie so zerbrechlich und stark zugleich wirkt. Sie weiß viel und doch gar nichts. Sie ist ein einziges Rätsel, welches es zu erkunden gilt. Da sie auch eine Schönheit ist, findet Elba sich bald in Eifersucht wieder. Elba kann ihre Gefühle nur selten im Griff halten. Ich empfand sie manchmal als zu impulsiv und explosiv.

Schreibstil und Sichtweise

Der Schreibstil variiert. Manchmal wurde in langen Sätzen beschrieben, die die Situation ein wenig emotional herunterfahren, manchmal in kurzen, knappen Sätzen, die die Spannung steigen lassen. Im Allgemeinen lässt die Autorin gar nicht zu, dass die Spannung verfliegt. Auf der vollen Buchlänge hatte ich kein einziges Mal das Gefühl, das eine Szene, eine Info überflüssig war. Trotzdem fühlte sich das Buch auf keinen Fall überladen an.
Geschrieben wurde der Großteil des Buches aus der Sicht von Elba in der dritten Person. Selten auch mal aus der Sichtweise von Tristan.

Cover & Titel

Das Cover ist definitiv nicht 08/15. Weder Gesichter, noch Mensch, noch Tier. Jedenfalls nicht im Vordergrund. Man sieht einen Baum, der zu Anfang eine wichtige Szene darstellt. Dieser ist tief verwurzelt. So wie die Personen im Buch auch. An diesem lehnt eine schwarz gestaltete Person. Oben auf dem Cover stehen drei Schlüsselsätze und im unteren Teil sieht man den Titel und Autorenname, umschlängelt von Blutflecken. Im Prinzip ein sehr schönes Cover, durch die hellen Farben (das Buch wirkte eher Dunkel) sticht das Buch auch schnell ins Auge. Die obrigen Sätze machen neugierig, doch schöner hätte ich es empfunden, wenn der Baum das gesamte Cover bedeckt, beziehungsweise das Cover nicht so viele kahle Stellen aufgewiesen hätte.
Dem Titel möchte ich nicht viel vorwegnehmen. Relativ schnell erfährt man dessen Bedeutung, die drei Zeilen bilden noch sehr lange ein kleines Geheimnis.

Zitat

"Niemand wird grausam geboren oder unfähig zu lieben. Natürlich nicht. Die Summe der Erlebnisse prägt den Charakter" 
- Position 2611

Fazit

Auch wenn das Thema „Vampire“ seine besten Zeiten schon hinter sich hat, lässt Thordis Hoyos dieses nochmal komplett neu aufleben. Wer 600 Seiten pure Spannung erleben möchte, der sollte definitiv zu diesem Buch greifen. Die Zielgruppe ist wohl eher Young Adult, aber wer über einige Teenie-Faktoren hinwegsehen kann, sollte trotzdem zugreifen.


Montag, 18. Juli 2016

[Rezension] Oliver Plaschka - Das Licht hinter den Wolken

Verlag: Hobbit Presse
Reihe: Einzelband
Seiten: 687
Kauf: Kindle - Gebunden - Taschenbuch

Inhalt

Das junge Mädchen April träumt von einem magischen Licht, das sie in die Ferne lockt. Auf ihrem Weg lernt sie den elbenähnlichen Janner kennen, der bis über beide Ohren in Schwierigkeiten steckt. Als die beiden in Notwehr einen einflussreichen Mann töten, heften sich die Soldaten des Kaisers an ihre Fersen. Da begegnen sie Sarik, einem uralten Zauberer, der sich dem Verschwinden der Magie entgegenstellt.










Meine Meinung

Allgemein

Meine Gedanken zu diesem Buch zu verfassen fällt mir, wie schon vielen Vorgängern auch, relativ schwer. Ich kam sehr gut in das Buch rein und die Schreibweise stach mir dabei sofort ins Auge. Der Autor hat einen unglaublich tollen, bunten und vielfältigen Schreibstil, dass man nur ans Buch gefesselt werden kann(z.B.: "Der Krieg der Wolkenschiffe geht los", als Unwetter). Sein Spiel mit den Wörtern ist an manchen Stellen echt unglaublich. Doch schnell geriet ich ins Stocken. Die Geschichte nahm sehr langsam Fahrt auf. Der Autor wollte erst einmal eine Grundlage schaffen und fing mit drei Handlungssträngen an. Beides sehr ausführlich, zog es das Buch an manchen Stellen extrem in die Länge. Das Buch ist in verschiedene Abschnitte geteilt und so hatte dann auch ein Charakter mal einen ganzen Abschnitt für seine Geschichte bekommen, der aber trotzdem viel zu raffend war. Ein Spiel zwischen den Perspektiven hätte dem Leser vielleicht ein besseres Gefühl geben können, das einiges an Zeit vergangen war.
Bis zur Hälfte des Buches hatte ich zudem das Gefühl nicht voran zu kommen. Die Charaktere hatten ihre eigenen Handlungsstränge, aber wie genau passen sie nun eigentlich zusammen? Die Geschichte an sich nahm keine Fahrt auf, doch dafür die Geschichten der einzelnen Charaktere. Die Liebesgeschichte hätte meiner Meinung nach aber nicht eingebunden sein müssen. Es war ein netter zusätzlicher Faktor, doch manchmal eher Fehl am Platz.
Das Ende erging mir dann wie der Mittelteil. Die Charaktere hatten alle ihren eigenen Erzählstrang und entfernten sich gegen Ende wieder voneinander, anstatt zusammen zu arbeiten. Jeder war an einem Ort, zog dort sein Ding durch und Ende. Das Ende kam ebenfalls sehr abrupt und einfach. Für mich blieb da die Spannung etwas zu weit entfernt, da die Charaktere einfach wirkten, als würden sie genau wissen, ob sie gewinnen oder verlieren. Es waren keine wirklich überraschenden Wendepunkte vorhanden. Die speziellen Gründe warum das so ablief, wurden schon vorweg aufgearbeitet. Meiner Meinung nach eine Geschmackssache, ob man durch eine gute Erklärung zufrieden ist, dass das Ende wie erwartet eintritt oder ob man - wie ich - trotzdem noch berauschende Wendungen braucht. Ich liebe es Unerwartet. Das soll die Wirkung des Endes aber gar nicht schmälern. Wem besagter Faktor nichts ausmacht, der wird das Ende in vollen Zügen genießen können. 
Dafür wurden zum Schluss noch einmal Punkte aufgearbeitet, an die ich kaum noch dachte, die aber ihre Bedeutsamkeit nicht verloren haben. Zum Beispiel gab es im Buch eine besondere Art der Kommunikation, die ich zuvor noch nie so gelesen habe. Diese gilt für mich besonders erwähnenswert. Auch wichtig war der Weg zum Erwachsen werden, den man am Ende nur zu deutlich merken.

Charaktere

Die verschiedenen Charaktere hatten definitiv alle eigene und unterschiedliche Eigenschaften. Ist die eine von ihrer Kindheit frustriert und sie die Hoffnung durch einen Traum, so ist eine Andere auf Revange aus und möchte sich darauf möglichst gut vorbereiten. Doch alle weisen eine Gemeinsamkeit auf: Den Willen. Eisern kämpfen sie für das, was ihnen lieb und teuer ist und würden dafür auch über Leichen gehen.
Die Motivationsgründe waren für mich allesamt verständlich. Natürlich hat man im Buch so seine Lieblinge und auch wenn ich manches persönlich nicht nachvollziehen konnte, weil ich es im richtigen Leben so nie machen würde (aber dann Fantasy lese *lach*), so gab mir der Autor das Gefühl, ich könne es nachvollziehen. Eine seltene und tolle Eigenschaft.

Cover & Titel

Hier möchte ich ein wenig vergleichen, denn das oben abgebildete Cover ist das der Taschenbuch Ausgabe. Rechts zu sehen das Hardcover. Ich muss zugeben, dass mir das Hardcover ein Stück besser gefällt, da es symbolischer ist. Die Schwerter bringen einen wichtigen Faktor im Buch zum klingen, den es auf dem Taschenbuch-Cover nicht so gibt. Für mich hat diese Verbundenheit zwischen Banneisen und Schneeklinge einen wichtigen Faktor, da es ein sehr großer Antrieb ist für Beide. Während das Taschenbuch-Cover eher eine Schlüsselszene zeigt, zeigt das Hardcover den Tiefgang des Buches. Das Licht erkennt man hier auch weitaus deutlicher.
Der Titel ist sehr passend, insofern der Autor es auch noch einmal selbst sagt: "Jeder der Protagonisten sucht das Licht hinter den Wolken." Und auch im Buch wird dieser Schlüsselsatz erwähnt.

Schreibstil & Sichtweise

Den Schreibstil des Autors kann ich nicht genug loben. Darin erkennt man echt Fantasie der feinsten Klasse und ich greife gerne wieder zu einem Buch des Autors. Hinter jeder der Formulierungen steckt ein Gedanke, der Autor assoziiert wichtige sprachliche Szenen mit Szenen aus seiner Vorstellung und kombiniert diese.
Geschrieben ist das Buch aus den Sichten von den Protagonisten April, Janner und Cassiopeia. Teilweise auch aus Sariks (der Zauberer) Sicht.

Zitat 

"Wir alle sind gebunden, durch unser Wort oder unsere Schuld, und die Vergangenheit lässt uns nicht ruhen."
-Seite 85

Fazit

Ein durchaus tolles Fantasywerk, dass mich begeistern konnte. Allerdings sollte man sich für das Buch Zeit nehmen können oder sich wichtige Dinge herausschreiben. Die Handlungsstränge aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind alle so dicht verstrickt, dass manchmal Infos verloren gehen.



Donnerstag, 14. Juli 2016

[Top Ten Thursday] 10 Bücher, die du demnächst lesen möchtest



Huhu ihr Lieben! 

Nachdem ich einige Zeit in den Untergrund abgetaucht bin, möchte ich nun wieder ein wenig mehr schreiben. Dass das Top Ten Thursday Thema heute ein seichtes Thema hat, kommt mir da sehr zu Gute *lach*
In letzter Zeit viel es mir schwer mich auf das lesen und schreiben zu konzentrieren, was einerseits an einem Buch lag, was zwar wirklich gut war, aber einfach extrem viel Denkvermögen benötigte, wozu ich nach der Arbeit gar nicht mehr fähig war. Ich schreibe, recherchiere und lese bereits mehrere Stunden am Tag und dann war in letzter Zeit mein Kopf zuhause einfach *off*.
Da stapeln sich natürlich die Bücher, die gelesen werden wollen! Deshalb hier meine Auswahl:


Es heißt zwar die zehn Bücher, die ich als nächstes lesen möchte, ich konnte es mir allerdings nicht verkneifen den dritten Talon und den achten Harry Potter Band hineinzuschleusen, da ich im momentan sowieso nicht das rasanteste Lesetempo habe *lach*
"Zur Hölle" habe ich als Rezensionexemplar angeboten bekommen und es weicht drastisch von meinem Lieblingsgenre Fantasy ab. Trotzdem interessiert es mich sehr und ich bin gespannt, wie mir diese kleine Exkursion gefällt. 
Das letzte Buch "Novus Ordo seclorum" ist vom Drachenmond Verlag. Ich wollte unbedingt mal wieder von dort ein Buch in den Händen halten und auf dieses hier viel meine Auswahl! ^-^

Während ich den Post zusammengestellt habe, bin ich auf ein Lied gestoßen, welches nun schon ein paar Jahre alt ist. "Wavin Flag" und nun höre ich es rauf und runter. Kennt ihr das, wenn ihr alten Songs über den Weg läuft und nicht mehr loskommt? 









Mittwoch, 13. Juli 2016

[Rezension] Jennifer Alice Jager - Being Beastly, Der Fluch der Schönheit

Verlag: Carlsen Impress
Reihe: Zweite Adaption der Autorin (Erste: Sinabell)
Seiten: 294
Kauf: Kindle

Inhalt 

Als die schöne Valeria erfährt, wen sie heiraten soll, ist ihr wohlbehütetes Leben auf einen Schlag vorbei. Um den jungen Grafen Westwood ranken sich Schauergeschichten von einem Fluch und ihr neues Heim gleicht eher einer Ruine als einem herrschaftlichen Herrenhaus. Auch Westwood selbst benimmt sich ihr gegenüber mehr wie ein eiskaltes Biest und nicht wie der Mann von Stand, der er eigentlich sein sollte. Doch dann stößt Valeria in einem verstaubten Raum auf magische Windlichter, die jedes für sich ein Geheimnis bergen. Sie zeigen Valeria einen ganz anderen Grafen, voller Freundlichkeit und Güte…


Meine Meinung 

Allgemein

Mein größter Kritikpunkt an der ersten Adaption der Autorin war die Kürze des Buches. Es wirkte alles sehr gehetzt, doch diesmal war die Länge perfekt für die Geschichte.
Das Märchen um die Schöne und das Biest ist weit verbreitet und wird von vielen geliebt.
Am Anfang kam ich zwar sehr rasch in die Geschichte, doch habe ich mich eine lange Zeit gefragt, wann denn das Biest in die Geschichte kommt. Zwar ist schnell klar, wer das Biest ist. Schließlich ist das ein zentraler Punkt des Märchens, doch man lernt nur den Mann kennen, um den es sich dann solange dreht, dass ich mich gefragt habe: Ist nur der schlechte Charakter hier als Biest benannt worden?
Sobald das „Biest“ entlarvt wurde, nahm die Geschichte jedoch richtig an Fahrt auf. Die Ereignisse folgen Schlag auf Schlag und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Habe ich zugegebenermaßen dann auch nicht. Die Idee mit den Windlichter, die die Erinnerungen des Menschen wegsperren, empfand ich als eine faszinierend und mir neu Idee.
Bei nochmaligem Lesen der Inhaltsangabe des ursprünglichen Märchens, erkennt man einige Parallelen, die natürlich da sein müssen. Doch es gab keinen Moment in dem ich dachte, dass die Adaption zu nahe am Märchen gebaut wäre und nichts eigenes mehr hätte. Im Gegenteil. Alleine der unglaublich lebhafte Schreibstil der Autorin lässt das Buch zu einem einzigartigen Erlebnis werden.

Charakter

Die Charakter empfand ich als sehr gelungen. So konnte für mich die Schöne, wie auch das Biest punkten und auf die „Personenfalle“ bin auch ich hereingefallen. Ein weiterer positiver Punkt, denn die kleinen Geheimnisse, die die Autorin einbaut, sind nicht sofort durchschaubar.
Die Protagonistin Valeria erfährt einen Wandel ihres Charakters. War sie am Anfang zwar ein liebenswertes Mädchen, doch auf Wohlstand fixiert,  so wird sie durch ihren Dickschädel und das Biest umzustimmen, eine reife Frau, die ihrem Herzen folgt und für das einsteht, was ihr wichtig ist. Unwichtig, ob sie dadurch verstoßen wird. 
Valerias Zofe bleibt für mich bis zum Ende etwas wohlstandsgebunden. Sie ist zwar "nur" die Zofe und nicht die Adelige, doch steht sie hinter kaum einer Idee Valerias und unterstützt sie mehr ihres Jobs wegen. Aber ohne solche Charaktere wäre es langweilig. Viele einzigartige Schöpfungen der Autorin. 
Den jungen Graf Westwood konnte in mir verschiedenste Emotionen entlocken. Einerseits weiß man um seine nette Seite, doch manchmal ist er so abweisend und kühl, dass man nur mit Valeria zusammen sauer sein kann.  

Schreibstil und Sichtweise

Der Schreibstil lädt zum Wegträumen ein. Ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchlesen können, da ich mich auf eine magische Art wegträumen konnte. 
Geschrieben ist das Buch aus der Sicht von Valeria in der dritten Person. Durch die Windlichter, die rückblickend das Leben des Grafen abspielten, auch auch seiner Sicht. 

Cover und Titel

Das Cover hat eine wunderschöne Farbe und wirkt sehr verträumt. Auch aus einer anderen, düsteren Sicht könnte man denken. Das der Grad hinunter schaut und das Schöne in all der roten Wut und dem Schmerz sieht. 
Der Titel ist für mich etwas fragwürdig. Bei "Being Beastly" kann ich schmunzelnd sagen: Damit ist nicht immer nur der Prinz gemeint. Auch Valeria kann mit ihrem Dickkopf manchmal ein kleines Biest sein. "Der Fluch der Schönheit" bezieht sich meiner Meinung nach nicht auf Valeria oder ihr Biest, sondern auf die Person, aus Westwoods Kindheit, die als Schönheit beschrieben wird. Dabei lässt der Titel und das Märchen vermuten, dass es auf Valeria bezogen ist, dabei finde ich nicht, dass ihre Schönheit zu einem Fluch (geworden) ist. 

Zitat

"Sie hatte gelernt stets eine Maske aufzusetzen, der Welt und sich selbst etwas vorzuspielen und genau das würde sie nun wieder tun. Sie würde so tun, als hätte sie den Mut und die Kraft diesen Weg zu gehen und diese Lüge würde irgendwann zur Wahrheit werden, so lange sie nur hartnäckig genug war daran festzuhalten." 
- Position 3835

Fazit

Dieses Buch würde ich jedem weiterempfehlen, der eine gute Märchenadaption sucht. Ebenfalls allen anderen, die in dem Genre gerne lesen. Die Autorin versteht sich darauf, ihren Leser wegzuzaubern und fesselt einen regelrecht an die Geschichte. Diesmal war das Buch für mich auch in der Länge stimmig. 



Montag, 11. Juli 2016

[Rezension] Stefanie Hasse - Luca & Allegra, Liebe keinen Montague

Verlag: Carlsen Impress
Seiten: 223
Reihe: Luca & Allegra, Band 1 von 2
Kauf: Kindle 

Inhalt

Maskenbälle, unsternbedrohte Familiengeschichten und verfluchte Liebespaare kennt Allegra höchstens aus ganz alten Büchern, aber mit der Realität haben sie für sie nichts zu tun. Das ändert sich grundlegend, als sie bei einem Kurzurlaub am Gardasee erfährt, dass ihr Hotel von Nachfahren der Capulets geführt wird. Anscheinend ist ihre Fehde mit den Montagues auch nach Jahrhunderten noch intakt. Als sie aus purer Neugier die andere Seite des Sees erkundet, beginnen sich die Ereignisse unwillkürlich zu verdichten. Denn Allegra trifft auf Luca Montague und damit auf ihr magisches Schicksal…




Meine Meinung

Allgemein

Schon auf den ersten Seiten ging meine Begeisterung los. Durch einen gewohnt tollen Schreibstil lernt man erstmal die Hauptcharakterin Allegra und ihre beste Freundin Jen kennen. Beide gefallen mir sehr gut, da Allegra sehr reif wirkt und Jen weiß, wie sie auf andere wirkt, aber das nicht ausnutzt. Beziehungsweise sie trotzdem etwas ernstes sucht.
Allegra zieht es durch ein Bauchgefühl nach bella Italia zum Gardasee. Da sie mit der Gegend stark verbunden ist, gefiel mir die Bauchgefühloption besser, als das Allegra durch Zufall dort Urlaub machen würde. Ihre Mutter ist zunächst dagegen, weshalb man schon aufhorcht. Natürlich kenne auch ich die Geschichte um Romeo und Julia und so war der weitere Verlauf zunächst klar. Auch wer Alessandro in Wirklichkeit ist, wurde mir schnell bewusst.
Da heutzutage alles etwas Übernatürliches haben muss, - was das Buch auch einzigartig macht - wird schnell klar, dass die beiden Hauptfamilien Montague und Capulet alle eine besondere Fähigkeit haben. In Allegras Fall war das für mich noch vollkommen okay, (Vorsicht: Spoiler: aber noch nie konnte ich mich mit der Fähigkeit des Fliegens abfinden. Die Autorin hat hierbei die sehr schöne Lösung der Windbeherschung gefunden, aber auch das war mir zu viel.)
Einige Szenen brachten Spannung mit, einige Freude, andere Trauer. Und vor allem die Liebe kam nicht zu kurz. In dem ersten Kuss bin ich so versunken und hinweggeschmolzen.
Gegen Ende des Buches war dann das große Ziel eine Prüfung, auf die ich nicht groß eingehen möchte. Die Ideen hinter den Aufgaben haben mich gepackt und fasziniert. Da steckt ein gutes Maß an Ideenreichtum hinter. Dennoch war mir das Finale ein wenig zu rasch vorbei. Und das Ende - mit Blick auf einen zweiten Band - lässt mich zweifeln. Denn es wirkt für mich so, als würde zweiter Band eine Art Prequel, aber gleichzeitig eventuell auch ein Sequel sein. Noch reizt mich die Idee nicht ganz so, lasse mich aber gerne überraschen.

Charaktere

Allegra gefällt mir sehr gut. Sie wirkt erwachsen und hebt nicht ab, denn laut Beschreibung im Buch ist sie sehr hübsch, doch möchte sie nicht darauf reduziert werden. Sie ist sich ihrer Stärken bewusst. Allerdings geht sie mir manchmal zu bewusst durchs Leben. Hinter all ihren Entscheidungen scheint sie ohne Zweifel zu stehen. Solche Menschen soll es geben, doch finde ich, dass vor allem Themen wie die Liebe einen zum Wanken bringen können. Auch die Geschichte um ihre Mutter ging mir zu reibungslos von der Bühne. Diese Freude, ohne Bedenken.
Auch Jen fand ich sehr toll. Wie Allegra will sie nicht auf ihr äußerstes reduziert werden, doch spielt sie trotzdem mit ihren Vorzügen, dessen sie sich bestens bewusst ist. Das lässt sie dann hin und wieder doch etwas kindlicher und unerfahren wirken.
Auch die Männer in diesem Buch konnten mich um den Finger wickeln. Alessandro ist natürlich von vorn herein der total Gentlemen. Am Anfang wird er so dargestellt, als wäre er der typische Macho, doch nachher stellt sich ja heraus, warum er sich so für die beiden Freundinnen interessiert. Seine Liebesgeschichte ging mir allerdings deutlich zu schnell.
Und Luca? Luca wirkt wie ein Traumprinz. Ganz und gar nicht der böse Montague. Wie es natürlich auch im Stück so war. Der Liebenswürdige unter all den Abgehobenen. Im konnte ich eine Menge abgewinnen.
Hier wurden definitiv ein paar starke Charaktere geschafft, die ich gerne weiter begleitet hätte.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil ist recht simpel, aber sehr packend. An den richtigen Stellen sind die Ausschmückungen eingebaut und die Liebesgeschichte wollte ich einfach nur permanent weiterverfolgen, obwohl ich das ursprüngliche Stück ja schon kenne.
Geschrieben ist das Buch aus der Sicht von Allegra in der dritten Person. Das Prolog und Epilog aus der Sicht des Padres, der auch einen zentralen Punkt in der Geschichte hat.

Cover & Titel

Das Cover zeigt eine Szene aus dem Buch: Der Maskenball. Dies ist eine Kernszene im Buch, der ich viel abgewinnen konnte, da die Maske ja auch einiges symbolisiert. Die Maske ist zudem auch sehr schön gestaltet. Das schwarz (dunkle) sticht stark hervor unter der weisen Unschuld und gibt dem Cover etwas mystisches. Bei genauerem Hinsehen erkennt man auch einen Schleier, der allerdings nicht so meins ist.
Der Titel ist recht simpel: Die Namen der beiden Protagonisten und dann "Liebe keinen Montague", also liebe niemanden aus diesem Familienzweig. Warum wird dann im Buch deutlich, beziehungsweise durch "Romeo und Julia."

Zitat

"Zeit mit ihm zu verbringen, würde all das Leid doppelt und dreifach aufwiegen. Das Gefühl, in seiner Nähe zu sein, oder auch nur an ihn zu denken, war alles wert. Möglicherweise sogar den Schmerz der geplatzten Hoffnungen, dass sie die Liebe vielleicht gefunden und sofort wieder verloren hatte." 
- Position 1103

Fazit

Eine wirklich märchenhafte Adaption von "Romeo & Julia", die trotzdem den Stil der Autorin bewahrt und ihre eigene Geschichte daraus hervorbringt. Die Charaktere waren ausgefeilt und haben mir wirklich gut gefallen. An manchen Stellen ging es mir zu sehr ins Übernatürliche.


Sonntag, 3. Juli 2016

[Rezension] Lucy Inglis - Zwischen Licht und Finsternis

Verlag: Chicken House
Reihe: City of Halves, Band 1 von ?
Seiten: 480
Kauf: Kindle - Gebunden

Inhalt

London, heute. Mädchen verschwinden. Und seltsame Kreaturen tauchen auf den Straßen auf. Fast wäre die 16-jährige Lily von einem zweiköpfigen Hund getötet worden. Doch urplötzlich steht Regan vor ihr – gut aussehend, geheimnisvoll und faszinierend. Merkwürdig, dass er ihre seltene Blutgruppe kennt, aber noch merkwürdiger, dass es angeblich eine Verbindung zwischen Lily, Regan und den verschwundenen Mädchen geben soll. Von einer auf die andere Sekunde befindet sich Lily in einem Strudel aus Verbrechen und Verrat, Verschwörung und Leidenschaft, Licht und Finsternis. Fantastisch, romantisch, gefährlich!



Meine Meinung

Allgemein

Zuerst viel es mir ein wenig schwer ins Buch reinzukommen. Man wird sofort in eine Welt eines eher unnormalen Teenagers hineingeworfen, denn die Protagonistin Lily ist eine, zwar hobbymäßig aber dennoch sehr gute, Hackerin. Doch mit der Zeit gibt es dem Buch einen gewissen Flair. Nicht alles kann mit Lily mit ihren Fähigkeiten lösen, doch trotzdem bleibt es konsequent ein wichtiger Punkt im Buch.
Kurios ist wiederum wie schnell am Anfang alles von statten geht. Lily gerät in eine Situation, in der sie ohne Hilfe nicht weiterkommt und lernt dabei den geheimnisvollen Regan kennen. Schon nach wenigen Seiten wirkt es, als hätte sie bedingungsloses Vertrauen zu ihm. Die Geschichten über Dämonen nimmt sie einfach so hin und wenn Regan etwas wissen möchte - möge es auch noch so privat sein - bekommt er die Informationen.
Die neue Welt beinhaltet doch nicht nur eine neue Kreatur. Man lernt ständig neue Wesen kennen, doch die Geschichte an sich dümpelt so vor sich hin.
Ab der Mitte des Buches kommt dann frischer Wind in die Geschichte. Man gelangt an neue Informationen und spannende Geschehnisse passieren. Auch ein wenig Romantik kommt ins Spiel. Meiner Meinung nach ein wenig verfrüht, doch schön war es alle Mal.
Das Ende war dann wieder mit etwas weniger Spannung versehen. Klar gab es viel Action und Gerede, aber mehr wieder eine erneute Rettung Lillys, als mal Aufklärungen der ganzen Geschehnisse. Im Laufe des Buches hat Lilly zudem etwas Wichtiges bekommen, bei dem ich dachte, dass es im Finale den entscheidenden Hinweis liefert, aber Fehlanzeige. Dennoch habe ich am Ende noch ein wenig mitgefiebert, doch dann lief alles auf einen zweiten Band hinaus und Lillys Vater vernachlässigt seine väterliche Rolle ungemein. Diese neue Info hat mich etwas zwiegespalten. Aber jetzt, wo die groben Informationen da sind, kann es vielleicht richtig losgehen!

Charaktere

Die Charaktere gefielen mir sehr gut. Lilly als Hackerin ist mal etwas ganz Neues und wird auch gut in die Geschichte integriert.
Bei Regan sah es etwas anders aus. Auch ihn mochte ich, doch wird mehrmals im Buch erwähnt, dass er menschliche Gefühle nicht so spüren kann und deshalb auch abweisend zu der menschlichen Spezies ist. Dafür ist er aber doch sehr hingezogen zu Lilly. Zwar erfährt man später auch den Grund dafür, doch etwas spanisch kam mir das trotzdem vor.
Doch auch alle anderen Wesen hatten ihren eigenen Charakter und somit kam vielfältig ins Buch.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil war locker zu lesen und etwas düster. Viele Beschreibungen lassen einen gut ins Buch finden und auch zügig durchkommen, trotz manch langweiliger Passagen.
Geschrieben wurde das Buch aus der dritten Perspektive von Lilly.

Cover & Titel

Das Cover gefällt mir soweit ganz gut. Erneut ist es eine Person, die dort abgebildet ist. Vom Aussehen her passt sie perfekt zu der Beschreibung im Buch, was man nicht von jedem Cover so erwarten kann. Zudem ist alles eher düster gestaltet. Das Gesicht hell und dunkel erleuchtet. Zwischen Licht und Finsternis. Nur hinter was sich die Coverperson versteckt erschließt sich mir nicht ganz. Ich vermute ein Flügel eines Wesens im Buch.
Der Titel soll die Welten verdeutlichen. Lillys Welt das Licht und Regans Welt das Dunkle, böse. Beide kriegen voneinander nichts mit. Auch zwischen den Personen innerhalb der Welten gibt es Licht und Finsternis.

Zitat 

"Ich meine, die Leute erfinden Geschichten, um die Welt zu erklären, statt sich einfach mal an die Fakten zu halten." - Position 4024

Fazit

Ein Buch, welches durch den Schreibstil in den Bann ziehen kann. Inhaltlich erlebt man immer wieder auf und abs. Mal ist alles spannend und stimmig und dann hat man wieder das Gefühl, dass das Buch gar nicht voran kommt. Auch das Ende war zwar spannend, doch irgendwie nicht stimmig. Das Buch bekommt eine Wertung von drei Pandas, tendierend zu vier.