Montag, 19. September 2016

[Rezension] Julia Zieschang - Eisphönix

Verlag: Carlsen Impress
Reihe: Phönix-Saga, Band 2 von 3
Seiten: 250
Kauf: Kindle

Inhalt

Caro ist dem Geheimnis um ihre Herkunft einen Schritt näher gekommen und steht nun zwischen zwei Welten. Doch gerade jetzt hat Vincent sich von ihr abgewandt. Sie fühlt sich verraten und ihr gebrochenes Herz macht es Caro schwer, ihre neuen Kräfte der Phönixmagie zu kontrollieren. Schon bald gerät sie in die Fänge der Eisphönixe, die sie vor eine frostige Entscheidung stellen. Während der Krieg zwischen den Phönixen sich zuspitzt, ahnt Vincent nicht, dass er Caro vollends zu verlieren droht. Kann ihre Liebe das Eis zum Schmelzen bringen?



Meine Meinung

Allgemein

Nach einem spannenden Finale des ersten Bandes erleben wir nun die Welt der Eisphönixe. Caro kämpft mit ihrem Herzschmerz. Sie ist so verletzt, dass ihr alles egal ist und der Schmerz sie immer wieder einholt. Es wurde in einer sehr extremen Art beschrieben, doch mir kam es nicht unrealistisch vor.
Die Eisphönixe versuchen sie wieder auf eine normale emotionale Ebene herunter zu fahren und es kristallisiert sich sofort heraus, wer hier die Bösen und wer die Guten Absichten hat. Dieser Faktor führte dann auch dazu, dass sich an manchen Stellen für mich einfach keine Spannung aufgebaut hat.
Die Idee mit dem gefrorenen Herzen fand ich hingegen sehr interessant. Die Autorin beschreibt die Prozedur sehr detailliert und logisch.
Die Spannung hält sich hier recht in Grenzen. Es wird aufgezeigt, was die Eisphönixe für Fähigkeiten haben und der Hass zwischen Feuer- und Eisphönixen wird noch einmal deutlich gemacht. Neue Infos bekommt man erst auf den letzten paar Seiten, was ich sehr schade fand.

Charaktere

In diesem Band wird man in erster Linie mit den Eisphönixen konfrontiert. Wie das Eis an sich sind die Meisten hier sehr distanziert oder haben ein sehr ruhiges, kaltes Gemüt. Viele der Charaktere konnten mich nicht berühren durch diese Distanz und diejenigen die es konnten, hatten oft andere Charakterzüge. So wie der eine Eisphönix, der die ganze Zeit wie ein verliebter um Caro herumschleicht und dann alles abstreitet. Für mich war sein Verhalten nicht nachvollziehbar.
Caros Freundinnen sind nach wie vor die lustigsten und warmherzigsten, kamen leider nur sehr selten im Buch vor.

Schreibstil & Sichtweise

Die Autorin schreibt in einem alltäglichen, angenehmen Schreibstil. Im Gegensatz zum ersten Band wirkt er hier hin und wieder sehr grob, durch die Kälte der Eisphönix-Seite. Trotzdem lässt sich alles sehr flüssig und spannend lesen und der Schreibstil ist ein großer Faktor, der einen durchs Buch treibt.
Geschrieben ist das Buch aus der Ich-Perspektive von Caro.

Cover & Titel

Das Cover ist in kühlen, distanzierten Blautönen gestaltet. Die Person soll wohl Caro darstellen, die nun sehr distanziert und unerschrocken wirkt. Das Eis hat sie fest im Griff. Außerdem sind über Caros Gesicht und unter dem Titel Phönixfedern verteilt, die das Cover sehr schön schmücken. Vor allem die blass im Gesicht abgebildeten Federn sind sehr schön.
Der Titel lässt sich ganz simpel erklären. Es gibt die Feuer- und die Eisphönixe. Im ersten Band ging es hauptsächlich um die Feuer- und in diesem um die Eisphönixe.

Zitat

"Das Loch in meinem Herz wurde größer, wie ein bedrohliches Monster öffnete es sein Maul, als wollte es mich verschlingen. Alles war schwarz, so schwarz."
- Position 43

Fazit

Für mich war dieser Band eher wie ein Brückenbuch zwischen Band 1 und 3. Es passiert relativ wenig, die Spannung bleibt gedämpft. Trotzdem kam ich durch den wundervollen Schreibstil nicht vom Buch los und das Ende ist vielversprechend. 


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