Sonntag, 26. Februar 2017

[Rezension] Lisa Rosenbecker - Arya & Finn, Im Sonnenlicht

Verlag: Drachenmond
Reihe: Arya & Finn, Band 1 von 3
Seiten: 380
Kauf: Kindle - Taschenbuch

Inhalt

Arya hat ihre Zukunft als Leibwächterin klar vor Augen: Sie will ihrer Freundin Elena um jeden Preis zur Seite stehen. Schon seit vielen Jahren bereitet sie sich darauf vor und nimmt sogar ihre verhasste Gabe in Kauf, die ein gut behütetes Geheimnis ist. Ebenso wie Elenas wahre Herkunft.
Aus diesem Grund lässt sich Arya auf eine Reise ein, bei der sie nicht nur mit ihrer Vergangenheit, sondern auch mit der Zukunft konfrontiert wird. Denn ihr Reisegefährte Finn weckt unbekannte Gefühle in ihr.
Doch während Arya versucht auf ihr Herz zu hören, kristallisiert sich eine Bedrohung für das gesamte Königreich heraus, der sich die Gefährten am Ende gemeinsam stellen müssen.

Meine Meinung

Geschichte

An sich hat die Geschichte sehr viel Potenzial. Die zukünftige Königin und ihre Leibwächterin und Freundin begeben sich auf Reisen. Die Prinzessin gewollt, ihre Leibwächterin nicht.
Auf ihrer Reise werden sie natürlich begleitet. Durch einige verschiedene Orte geht es, bevor sie an ihrem Ziel ankommen. Zunächst dachte ich, dass sie an ihren Zwischenstopps Abenteuer erleben, die ihr eigentliches Ziel soweit in die Ferne befördern, dass sie diesen erst im Abschlussband erreichen. Doch tatsächlich kommen sie noch bis zu ihrem Zielort.
Dadurch wirkt es an vielen Stellen gehetzt. Irgendwie konnte ich mich in kaum eine Situation richtig einfinden, da permanent nur gereist wurde. Sie waren immer in Bewegung und es wurde zwischendurch langweilig.
Anders war es dann im Wald. Ich habe schon einiges über magische Wälder gelesen und habe gehofft, dass keiner dieser bekannten Lösungen, auch in diesem Wald zutrifft. Dem war zum Glück auch nicht so, doch die eigentliche Lösung konnte ich mir als Leser nur Erdenken, anstatt es richtig erklärt bekommen zu haben.
Das Ende jedoch war gespickt von spannenden und auch lustigen Elementen. Zwar wurde eine Schlüsselsituation aufgedeckt, die ich vorher schon erahnen konnte, dafür kam eine andere hinzu, dessen Lösung ich noch bis zum nächsten Band abwarten muss. Dennoch ist die Geschichte an sich ohne Cliffhanger zu Ende gegangen und da die Idee prinzipiell gut ist, werde ich auch noch den Folgeband lesen, sobald er erscheint.

Charaktere

Alle Charaktere in dem Buch haben mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen. Die aber nur unwirklich Probleme sind. Allgemein sind sie eher leicht, locker, fröhlich drauf. Eine kleine Patchwork-Family, die auf eine ganz normale Reise geht.
Mir haben die plumpen Sprüche Finns' oft nicht gefallen und somit wurde ich mit dem Charakter nicht richtig warm. Schade drum. Vielleicht lerne ich seine normale, ruhige Seite ja noch kennen.
Arya war für eine Leibwächterin ein wenig... unausgebildet. Sie kann zwar kämpfen, aber irgendwie war es das auch schon. Mir haben so die Fähigkeiten gefehlt, die sie außergewöhnlich gemacht haben, schließlich muss sie die spätere Königin beschützen.

Schreibstil & Sichtweise

Ich brauchte einige Zeit mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Für mich war der Stil recht simpel und wirklich in einem jugendlichen Stil geschrieben. Doch eher frühe Jugend. Vielleicht bin ich einfach zu viel High-Fantasy gewöhnt, aber ich hatte selten so ein Gefühl.
Die Kapitel sind sehr kurz gehalten. In fünf Minuten ist da man da ganz fix durch. Leider nicht so mein Geschmack, da das Gefühl für die Szene nicht gut aufgebaut werden kann.
Geschrieben wurde das Buch in erster Linie aus Aryas Sicht aus der Ich-Perspektive.

Cover & Titel

Das Titelblatt ist schön gestaltet und nicht mit den heutigen Klischee-Gesichtern bestückt. Das gefehlt mir sehr gut. Zumal ich die Farbe sehr schön finde und die Pflanzen, die sich bei genauerem hinsehen um die Mitte ranken.
"Im Sonnenlicht." Genau dahin müssen die Protagonisten. In die Stadt der Lichter zum Lichterfest und gleichzeitig ins Sonnenlicht ihrer selbst. Somit passend ausgewählt. Auch wenn man viel Fantasy einsetzen kann.

Zitat

"Offenbar würde ich nicht nur der Welt und ihren Schrecken zum ersten Mal gegenübertreten, nein, ich musste es auch noch in einem Kleid tun. Wirklich ganz wunderbar." 
- Position 904

Fazit

Ein Buch, von dem ich mehr erwartet hätte. Die Grundidee gefällt mir sehr gut, doch das Abenteuer an sich erstreckte sich sehr lange und die Protagonisten konnten nicht so wirklich in mein Herz finden. Noch dazu die sehr kurzen Kapitel, die den Schwung für mich raus genommen haben.
Das Ende war jedoch sehr spannend und mich interessiert es dennoch, wie es weitergeht!



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