Montag, 17. April 2017

[Rezension] Ava Reed - Mondprinzessin

Verlag: Drachenmond
Reihe: Einzelroman mit Kurzgeschichte (noch nicht erschienen)
Seiten: 252
Kauf: Kindle - Taschenbuch

Inhalt

Lynn bemerkt an ihrem Geburtstag, wie sich auf der Haut ihres Unterarms ein Sternenbild abzeichnet. Die einzelnen Punkte leuchten und Lynn versucht verzweifelt, sie zu verstecken. Als nicht nur die Sterne auf ihrem Arm, sondern auch sie selbst zu leuchten beginnt, ist nichts mehr, wie es war. Dunkle Schatten jagen sie die Wächter des Mondes. Und sie begegnet Juri, der ihr erzählt, sie sei eine Prinzessin kein Waisenkind. Trotz Lynns Unglauben folgt sie dem Mondkrieger und stellt sich ihren Verfolgern. Juri verliebt sich in Lynn, doch sie ist einem Prinzen bestimmt und nicht ihm...



Meine Meinung

Geschichte

Lange bin ich um diese Geschichte herumgeschlichen und eigentlich erschließt sich mir nicht so recht, warum. Es kann nur an der Zeit gelegen haben. Denn mittlerweile kann ich sagen, dass das Buch jede einzelne Seite wert war. Rasend schnell hat es sich zu meinen Buchlieblingen geschlichen und möchte nicht mehr aus meinem Herz weichen. Aber erst einmal von vorne ...
Geschichten über den Mond und andere Planeten findet man meistens im Sci-Fi-Bereich. Doch das Sternensystem wird hier ganz anders dargestellt. Bewohner auf jedem Planeten, mit besonderen Fähigkeiten, abgeschirmt von der Welt. Und über allem steht eine alte Legende. Allein diese Legende führte mich auf wunderschöne Reise. Sie war magisch.
Lynn ist die Protagonistin und lebt in einem Waisenheim. Entgegen der meisten Bücher weiß der Leser von Anfang an, wer ihre Eltern sind. Und das war eine erfreuliche Nachricht für mich. Mittlerweile kann man kaum noch ein Buch ohne gestorbene oder verschollene Eltern lesen, doch meistens kennt man diese nicht, da sie noch eine besondere Rolle einnehmen. Nicht so hier.
Die Geschichte geht in einem angenehmen Tempo voran. Wir erleben die Erde und wir erleben den Mond. Die Beschreibungen sind wundervoll, nahmen mich mit auf diesen bekannten und doch so fremden Planeten. Die Idee mit den Tiergefährten erwärmt das Herz eines jeden Tierliebhabers und selbst die Leute, die eine süß-Resistenz haben, werden dahin schmelzen.
Auch die Liebesgeschichte hatte einen nicht-klischeehaften und positiven Faktor: Er ist weder ein Badboy, noch wird er als unbeschreibbar attraktiv dargestellt.
Ava Reed schafft es viele bekannte Faktoren in Neuheiten umzuwandeln. Erst die Sache mit den Eltern, dann mit unserem jungen Mann und letzten Endes mit der Bräutigam-Wahl. Denn diese wirkt kaum noch wie eine Auswahl, als eher ein Einblick in die Welt, die Ava erschaffen hat.
Das große Finale war herzzereißend und dafür liebe ich die Autorin. Natürlich mag ich Happy Ends, doch bin ich eher ein Fan von realistischen Enden. Und dieses kann man hier erwarten. Ich hatte zwar recht zügig eine Vermutung, wer hier der Bösewicht ist, doch lenkte mich die Autorin gekonnt immer wieder auf falsche Wege. Letzten Endes war es meine erste Vermutung, brach der Sache aber keinen Ast.

Charaktere

Ich liebe Lynn. Sie ist so unglaublich normal. Sie hat mit ihren alltäglichen Problemen zu kämpfen und wirkt so lieb. Man möchte sie am liebsten sofort knuddeln.
Ähnlich ging es mir bei Juri. Es ist angenehm mal keinen Badboy zu erleben. Einfach eine Harmonie von Anfang an.
Allgemein wird bei den Charakteren gut portioniert. Ein Gleichgewicht aus Mögen und Misstrauen, aber eigentlich möchte man niemandem misstrauen.
Hinzu kamen die Sternentiere, alle unglaublich süß, zum dahinschmelzen.

Schreibstil & Sichtweise

Entspannt, alltäglich und doch einzigartig entführend. So ist der Schreibstil dieses Buches. Mir vermittelte er perfekt zwei verschiedene Welten. Die Normalität auf der Erde und die Normalität auf dem Mond. Alles war so traumhaft und doch realistisch. Am Boden geblieben und doch abgehoben. Ich habe mich in den Seiten verlieren können, habe mit den Protagonisten gefühlt und mit ihnen gelebt.
Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Lynn. Die Überschriften eines jeden Kapitels sind kleine Sprüche, die allesamt so war und so schön sind.

Cover & Titel

Das tolle an diesem Cover fand ich von Anfang an die schlichte Art, die es umgibt. Denn großteils ist man von der blau/schwarzen Atmospähre umgeben, doch in der Mitte, da schleich sich der fast schon verschwindende, helle Mond, auf dem Lynn mit ihrem Schutzgeist sitzt. Wie Sterne eines fremden Planeten.
Der Titel ist recht schlicht gehalten. Ausgesprochen klingt er magisch und inhaltlich drückt er Lynns Bestimmung aus.

Zitat

"Seine Zeit verrint schneller als wir dachte und die Trauer hat sich um ihn geschlungen wie eine Schlagen, sie greift seinen Körper an, verfitet seinen Geist und beißt ihre scharfen Zähne mitten in sein Herz. Seine Kräfte lassen nach. 
Bis heute versuche ich zu verstehen, wie sehr man jemanden lieben muss, damit man daran zerbrechen kann." 
- Seite 13

Fazit

Ein Buch, welches sich Seite für Seite in mein Herz geschlichen hat und nicht mehr aus meinem Regal wegzudenken ist. Ich würde es jedem Träumer sofort in die Hand drücken. Es ist magisch!


Kommentare:

  1. Hallo Lydia,

    das Buch steht auch schon länger auf meiner WuLi und da ich die sympathische Autorin vor kurzem in Leipzig kennenlernen durfte, möchte ich das Buch natürlich ebenfalls lesen.

    Deine Meinung zum Buch tut ihr übriges :)

    Liebe Grüße,
    Uwe

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    1. Huhu!:)

      Mir ist sie auch mega sympathisch und gehört definitiv zu meinen Lieblingsautoren ^-^ Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen <3

      Liebe Grüße,
      Lydia

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