Dienstag, 23. Mai 2017

[Rezension] Rose Snow - Das zweite Buch der Erinnerung, Deine Augen sehen alles

Verlag: CreateSpace Independent Publishing
Reihe: Buch der Erinnerung, Band
Seiten: 272
Kauf: Kindle - Taschenbuch

Inhalt

Nach Adrians Enthüllung versucht Jo mehr über die Jägerschaft herauszufinden. Dabei steht ihr Finn zur Seite, der sich mehr und mehr zu einem Freund entwickelt. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem verschollenen Tagebuch ihrer Mutter, von dem sich Jo endlich Antworten erhofft. Doch statt Licht ins Dunkel zu bringen, steht Jo bald vor noch mehr Fragen: Was ist das für ein Schlüssel, nach dem die Jägerschaft sucht? Ist sie wirklich im Besitz davon? Und wie soll sie mit Adrian umgehen? Ist er tatsächlich ihr Feind oder soll sie doch ihrem Herzen vertrauen?




Meine Meinung

Geschichte

Während in Band 1 noch alles an der Oberfläche gekratzt hat, begibt man sich jetzt tiefer in die Materie. Immer öfter setzt die Protagonistin Jo ihre Gabe ein und lässt den Leser daran teilhaben. Die visuelle Darstellung wird immer klarer und auch schöner.
Doch noch immer wirkt alles ein wenig wie die Einführung. Man tastet sich Stück für Stück an Jo's Fähigkeiten heran. Sie geht auf Spurensuche und möchte mehr aus ihrer Vergangenheit erfahren.
Trotz all ihren wundervollen Reisen, hatte ich das Gefühl, kaum Neues zu erfahren und mich weiterhin erst in die Welt einzufinden, bevor es richtig losgeht. Die Ruhe vor dem Sturm.
Ich liebe es ja, wenn Protagonisten auch auf Reisen gehen und anderen Charakteren begegnen. Durch diese Ausflüge kommt man mal aus Hamburg raus, kann ein wenig durchatmen.
Im Gegensatz zu vielen anderen war das Ende für mich kein Cliffhanger. Ich finde es vorhersehbar, auf welcher Seite Adrian denn nun wirklich steht und somit war ich zwar neugierig auf den Folgeband, aber brannte nicht vor Neugierde.

Charaktere

Ich liebe sie alle! Es gibt kaum jemanden, den ich nicht mag, was eigentlich ein negativer Punkt ist, da der perfekte Mix es ausmacht. Dennoch hat mir nichts gefehlt.
Jo ist so super normal. Kein perfektes Mädchen und das macht sie so sympathisch. Gepaart mit dem BabBoy Adrian, der ein kleines wenig auftaut und dadurch eine größere Beziehung zwischen ihm und dem Leser zulässt.
Auch Jo's Halbbruder ist super. Durch deine kecke Art gibt es immer etwas zu lachen oder schmunzeln. Ich liebe die Sprünge zwischen Tiefgründigkeit und Spaßfaktor.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil ist locker, leicht und zieht einen durch das Buch. Die Spannung wird an richtigen Stellen eingesetzt und die Autoren schaffen immer die richtige Stimmung.
Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Jo.

Cover & Titel

Normalerweise bin ich ein Fan von sich verändernden Covern, da sie sich spezifischer auf das Buch beziehen können, doch dieses liebe ich trotzdem. Von Unten wachsen die Erinnerungshalme und in der Mitte steht die "17" mit der "1" in Schlüsselform. Besagter Schlüssel spielt meiner Meinung nach eine größere Rolle in den folgenden Bänden, doch trotzdem kann man ihn auch auf dieses Buch beziehen. Jo als Schlüssel... Auf der Suche nach dem Schlüssel... Koloriert ist das Cover in einem Grün - die Farbe der Hoffnung. Insgesamt mag ich das Cover gerne.
Der Titel... "Deine Augen sehen nicht alles." Mit dieser Tatsache muss Jo oft kämpfen in dem Buch. Sei es wegen dem Geheimnis um den Schlüssel oder wegen privater Geschehnisse.

Zitat

"Und der einfachste Weg, um das zu erreichen, war wahrscheinlich wirklich der, die leichte Beute zu spielen." 
- Seite 51

Fazit

Definitiv eine tolle Fortsetzung, die jedoch dem ersten Band noch ein wenig gleicht, da alles noch ein wenig einleitend wirkt. Schön war es, endlich mehr Erinnerungen zu erleben. Auf jeden Fall Lust auf mehr!



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