Mittwoch, 28. Juni 2017

[Rezension] Fanny Bechert - Elesztrah, Feuer und Eis

Verlag: Sternensand
Reihe: Elesztrah, Band 1 von 3
Seiten: 460
Kauf: Kindle - Taschenbuch

Inhalt 

Eine verbannte Jägerin auf der Suche nach ihrem Gefährten … Ein Krieger aus den Reihen der königlichen Garde … Eine Macht, die beide untrennbar miteinander verbindet … Als die Elfe Lysanna herausfindet, dass ihr Gefährte von dem gefürchteten Flammenden Lord gefangen gehalten wird, verspürt sie nur einen Wunsch: ihn zu befreien. Dabei zählt sie auf die Hilfe ihres Clans ›Angelus Mortis‹. Mitten in den Vorbereitungen auf den bevorstehenden Kampf taucht jedoch der Elfenkrieger Aerthas in ihrem Dorf auf, mit dem sich Lysanna auf unerklärliche Weise verbunden fühlt. Liegt es daran, dass sie beide geheimnisvolle Kräfte in sich tragen, die sie gemeinsam lernen müssen, zu beherrschen? Denn ihre vereinte Macht könnte die einzige Möglichkeit sein, den Flammenden Lord endgültig zu vernichten. Doch selbst wenn ihnen das gelingen sollte, steht die wachsende Zuneigung, die zwischen Aerthas und Lysanna entsteht, unter einem ungünstigen Stern.

Meine Meinung


Geschichte

Verbannung, Krieg, Elfenvolk und geheimnisvolle Kräfte. Es klingt nach einer Geschichte voller Abenteuer, Magie und schlafloser Nächte. Doch leider nicht für mich.
Vor allem durch den Anfang musste ich mich quälen. Der Prolog wirkte für mich wie ein Ende. Situationen geschahen, wurden sofort gelöst, die Protagonistin überredet ihren Clan in Windeseile zu einem Kampf. Ich hatte das Gefühl, schon mitten im Folgeband zu stecken, irgendetwas verpasst zu haben. Hinzu kam der Fakt, dass ich gehofft hatte, über Elfen zu lesen, doch Lysannas Clan war ein Mix aus vielen verschiedenen Rassen, die zwar spezifiziert werden, aber dennoch oberflächlich bleiben.
Zwischendurch keimte immer wieder das Gefühl auf, dass endlich Fahrt in die Sache kommt, doch immer wird dieses Gefühl zerschlagen. Passiert etwas spannendes, wird es ziemlich rasch und problemlos gelöst. Proportionen waren mir unklar. Wie groß ist denn Lysannas Clan überhaupt, der sich einen ganzen Tag von zwei Tieren ernähren, aber einfach so ein ganzes Dorf überfallen kann?
Zwischendurch wurde es dann spannender. Die Situationen wirken nicht mehr gehetzt und alles kam in einen gemählichen Fluss. Plötzlich war ich gefesselt von dem Buch und konnte gar nicht mehr aufhören. Unerwartete Geschehnisse traten ein. Ich versprach mir viel vom Finale, doch leider konnte mich auch dieses nicht überzeugen.
Von dem Endgegner habe ich mir unermessliche Stärke vorgestellt. Die Art, wie er beschrieben wurde, lies ihn mächtig wirken. Doch wie er besiegt wurde, ging zu schnell, zu hektisch, zu leicht. Viel Wirbel um nichts. Hinzu kam, dass ich nicht trauern konnte oder überhaupt irgendwelche Gefühle für die Charaktere hatte.
Allgemein wirkt das ganze Buch gehetzt. Die Geschehnisse und auch die Liebe wirkten rasch abgearbeitet, damit sie schnell in das Buch passten. Informationen wurden manchmal schnell, manchmal langsam gegeben. Doch fühlte ich mich, als würden die Fakten, wegen denen ein Leser weiterliest, sofort aufgedeckt, während die nicht so wichtigen Fakten für das Ende aufgehoben wurden.

Charaktere

Relativ viele Charaktere tummelten sich in dem Buch, doch der Fokus lag auf einzelnen. Doch leider konnte ich mit keinem von ihnen richtig warm werden. Es wird viel Wind um eine verschwundene Person gemacht, die man nicht einmal kennen lernt. Wie soll so eine Beziehung entstehen?
Die Protagonistin Lysanna blieb unerreichbar für mich. Ihre Gedanken waren eine Mischung aus Erwachsener und Kind.
Ihre Tochter Fayori war nicht besser. Sie wirkte wie eine unerzogene Göre, der ich in der Schule damals lieber aus dem Weg gelaufen bin. Sie kennt das Dorf nicht und wirkt plötzlich, als würde sie schon Jahre dort wohnen. Mich hat sie nur genervt.

Schreibstil & Sichtweise

Auch der Schreibstil war eher anstrengend. Ich habe sehr lange gebraucht, um hinein zu finden. Am Anfang ist er hetzend, baut keine Spannung auf. Es gibt so plumpe Formulierungen manchmal, dass sie die ganze Situation abkühlen und mein Interesse binnen eines Satzes in sich zusammen fallen lassen.
Geschrieben ist das Buch abwechselnd aus Lysannas und Aerthas Sicht in der Form eines auktorialen Erzählers.

Cover & Titel

Das Cover gefällt mir gut. Es wird dominiert von eisblauen Farben, in der Mitte steht eine Person, die Feuer versprüht. Einerseits finde ich es gelungen. Es wirkt wie jemand, der etwas von innen auftaut und ist somit passend zum Inhalt. Trotzdem finde ich, dass der Fokus im Buch auf dem Feuer liegt und das Cover vielleicht eher rötlich gestaltet sein sollte.
Auch bei dem Titel bin ich mir unsicher. "Elesztrah", ja so heißt das Areal, auf dem die Geschichte spielt. Doch findet das Geschehen hauptsächlich an zwei Orten statt und das ganze Gebiet spielt eher weniger eine Rolle und wird kaum eingebunden. Der Untertitel "Feuer und Eis" passt hingegen perfekt zum Buch.

Zitat



"Ihr kennt den Grund, General. Er hat ihn Euch doch selbst gesagt - damals, in der Nacht am Feuer, als Ihr ihm Eure intimsten Geheimnisse erzählt habt. Ihr erinnert Euch, habe ich nicht recht?" 
- Seite 276




Fazit

Leider konnte mich das Buch nicht bewegen. Das ganze Buch über wurde gehetzt: Seien es Informationen, die Geschehnisse oder die Liebe. Alles bleibt oberflächlich. 




Donnerstag, 22. Juni 2017

[Aktion] Top Ten Thursday18: Zehn Titel, die mich dem Buchstaben M beginnen



Huhu ihr Lieben!:) 

Nach Ewigkeiten nehme ich mal wieder an einem "Top Ten Thursday" teil.
Zuerst dachte ich, dass zehn Bücher, die mit "M" anfangen, einfach zu finden sein sollten, aber wie immer habe ich Ewigkeiten gesucht. *lach*

Letzten Endes ist dies aber meine Auswahl geworden:


Eine Auswahl an Büchern, die ich schon gelesen habe.
Vor allem die beiden Drachenmondis kann ich empfehlen. "Mondprinzessin" habe ich geliebt und "Memories to do" war einfach bewegend.
Doch auch die "Jahreszeiten"-Reihe kann ich nur empfehlen. 



Diese Bücher hier sind wild gemixt. 
"Magisterium" hat mich vor gut zwei Monaten erreicht. Die ersten beiden Bände. Ich bin auf jeden Fall gespannt.
"Mind Games" ist auf der Liste, weil ich das Cover richtig genial finde. Geht direkt ins "Mind". Wem geht das genauso?
"Mein Herz wird dich finden" ist auf meine Liste, da es sehr emotional klingt. Kann mir das jemand empfehlen? Habt ihr es schon gelesen ? :)
"Magonia" steht ebenfalls auf meiner WuLi. 


Die beiden Bücher habe ich noch separat hier stehen, da nur die Reihen-Namen mit M beginnen. Die "Maze-Runner"-Trilogie schleicht sich schon ewig durch meine Wunschliste, während "Mythos Academy" stark subt. Aber daran arbeite ich gerade! Vor allem jetzt, wo für Oktober jetzt "Bitterfrost" ansteht. 

Welche tollen Bücher habt ihr unter M gefunden? :)
Wie findet ihr die Bücher aus der Liste?


Sonntag, 18. Juni 2017

[Rezension] Johanna Danninger - Secret Elements, Im Spiel der Flammen

Verlag: Carlsen Impress
Reihe: Secret Elements, Band 4 von 4
Seiten: 321
Kauf: Kindle 

Inhalt 

Jay will alles dafür geben, die Menschenwelt und die Anderswelt von der Dunkelheit zu befreien. Vor allem jetzt, da sie zum ersten Mal in ihrem Leben erfährt, wie es sich anfühlt, wahre Freunde zu haben. Das Vertrauen und die Unterstützung, die Jay erlebt, überwältigt sie geradezu. Sogar der sonst so verschlossene Lee scheint sich ihr endlich mehr und mehr zu öffnen. Umso schlimmer ist es für Jay, dass sie tief in ihrem Herzen ein Geheimnis vor ihm verborgen halten muss. Und genau das nutzt die Dunkelheit, um Jay zu beeinflussen…




Meine Meinung

Geschichte

Vier Elemente, gebannt in ein Amulett. In jedem Buch ging es auf die Suche nach einem der legendären Element-Gestalten. Für das Finale hat sich die Autorin jemand ganz speziellen aufgehoben: Das Feuer.
Schon von Anfang an ist man mittendrin. Es wird eröffnet mit einem spannenden Kampf und dieses Level hält sich konstant über die ganze Länge. Doch nicht nur Spannung fesselt einen an das Buch. Ein Mix aus Humor und leichten romantischen Szenen machen das Buch besonders. Selten war eine Liebesgeschichte so perfekt für mich. Ebenso selten kann mich ein Buch, welches nicht auf Humor basiert, zum Lachen bringen.
Man lernt so viele Facetten der Welt kennen und ich möchte sie gar nicht mehr verlassen. Ich bin eins geworden mit ihr und würde am liebsten noch zehn weitere Bände lesen.
Auch das Finale hatte es in sich. Rivalität wird zu Loyalität. Misstrauen zu Vertrauen. In dem Buch früh gesagte Fakten werden am Ende gut eingebunden und nicht vergessen. Dazu die perfekte Kulisse.
Fasziniert hat mich auch, wie die Autorin mit ihren Lesern spielte. Verschiedenste Geheimnisse waren über das ganze Buch versteckt, doch nicht für alle mussten man bis zum Finale warten. Es schien bis ins Detail geplant, wann welches Geheimnis gelüftet wird und niemals wirkte etwas fehl am Platz. Dem Leser wurden Häppchen zugeworfen, die einerseits glücklich, andererseits noch hungriger gemacht haben.
Für mich war das ganze Buch ein einziger Schlafräuber!

Charaktere

Sie alle sind so einzigartig, dass die Liebe Buch für Buch nur wachsen kann.
Besonders fand ich, wie unser lieber Captain Aherra sich verändert und doch treu bleibt. Seine reservierte, stehts kontrollierte Art bleibt noch immer vorhanden. Doch er lässt in einem perfekten Maße sein wahres Inneres durchscheinen. Diese teilweise und nicht 180 Grad Veränderung gefiel mir sehr.
Gegen das Dreamteam Jay und Kaleidos gibt es auch nichts zu sagen. Auch die Meerjungfrauen kommen wieder ins Spiel. Alle Charaktere versammeln sich über das ganze Buch. Sind nicht in Vergessenheit geraten nach all der Zeit.

Schreibstil & Sichtweise

Die Autorin schafft es mich zu fesseln, wie es kaum ein anderer vermag. Spannung, Humor, Romantik, Freundschaft. Ein Mix aus wundervollen Eigenschaften, welche ein Buch perfekt machen. Ein Schreibstil, der mich die Zeit vergessen lies und mich hinab sog, in eine Welt, fernab und doch ganz nah von unserer.
Geschrieben wurde das Buch in der Ich-Perspektive von Jay.

Cover & Titel

Das Cover ist eine Augenweide. Obwohl es den drei Vorgängern gleicht, unterscheidet es sich doch in wichtigen Details. Als erstes fällt dabei das leuchtende Rot auf. Keines der Vorgänger strahlte eine so intensive Farbe aus. Immer genau passend zum Element. Man sieht das Feuer lodern und es wirkt, als sei das Orinion (Amulett) mittendrin.
Der Titel ist teilweise passend. Die ganze Situation in dem Buch ist feurig und das Element Feuer spielt eine wichtige Rolle. Doch konnte das Finale nur durch das Zusammenspiel aller Elemente so passieren.

Zitat

"Aber Gefühle waren das Letzte. Sie waren gnadenlos und verursachten Qualen, gegen die es kein Schmerzmittel gab." 
- Position 2502

Fazit

Mein momentanes Buchhighlight des Jahres! Es beinhaltet alles, was man sich erträumen mag und erwischt jede Situation perfekt auf den Punkt. Ein Abtauchen in eine andere Welt.




Sonntag, 4. Juni 2017

[Rezension] Cora Carmack - Stormheart, Die Rebellin

Verlag: Oetinger
Reihe: Stormheart, Band 1 von 3
Seiten: 464
Kauf: Kindle - Gebunden

Inhalt 

Blicke dem Sturm in die Seele und finde dein Herz! Von der jungen Königstochter Aurora wird erwartet, dass sie ihre besonderen Fähigkeiten nutzt, um ihr Volk vor den zerstörerischen Stürmen zu schützen. Was keiner weiß: Noch hat Aurora diese Fähigkeiten nicht. Um ihr Geheimnis zu wahren, scheint eine arrangierte Heirat der einzige Ausweg. Doch bevor es dazu kommt, flieht sie aus dem Palast und schließt sich einer Gruppe von Sturmjägern an. Während sie eine ganz besondere Verbindung zu Stürmen findet, läuft sie Gefahr, ihr Herz zu verlieren.



Meine Meinung

Geschichte

Stürme die lebendig sind, eine Seele haben, einen Willen. Ist das eine einzigartige Idee ? Definitiv! Doch an der Umsetzung haperte es gewaltig. Es hat das ganze Buch gebraucht, bis ich überhaupt verstanden habe, wie genau das alles ablaufen soll. Die Seele ist mitten im Sturm drin, doch ein Charakter namens Cassius beispielsweise kann von weiter Entfernung dieses Herz ergreifen. Wie ? Ich habe es einfach nicht geschafft, mir bildlich vorzustellen, wie dieses Herz entwendet wird. Zudem wurden die Stürme leider alle schnell abgehandelt. Denn der Fokus lag, oh Wunder bei der Autorin, ...
auf der Liebe !
Die Autorin wollte sich mal an einen Fantasy-Roman wagen. New Adult. Doch was kam raus? Eine neue Liebesgeschichte. Doch selbst diese war anstrengend. Liebe auf den ersten Blick, doch keiner möchte eine Beziehung. Zig Gründe die dazwischen stehen. Ein ständiges hin und her, welches viel zu viel Platz in der Geschichte einnimmt.
Auch das Ende konnte mich leider wenig überzeugen. Ich liebe spannende Szenen am Ende, die einen einheizen, packen, verschlingen. Es gab definitiv eine Szene, die spannend war, doch ich brauche Action und das konnte die Situation leider nicht so vermitteln. Der "Weiterles"-Moment fehlt.
Einiges war schlicht und ergreifend unlogisch und noch viel mehr war vorhersehbar. Von dieser tollen Idee hätte ich weitaus mehr erwartet.

Charaktere

Fangen wir mal mit der Protagonistin an... die für mich nervigste Person im ganzen Buch. Denn die liebe Prinzessin, die ja unbedingt eine Rebellin werden wollte, hat allem etwas entgegenzusetzen. Eben eine richtige Prinzessin - die ja eigentlich nicht so sein wollte. Immer weiß sie alles besser oder regt sich auf, bricht Streitereien vom Zaun... Einfach anstregend!
Lock hingegen mochte ich eigentlich sehr gerne. Obwohl er mit der Situation nicht zufrieden war, war er immer freundlich und hat versucht, Roar zu helfen, wo es geht.
Auch andere Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen. Die Autorin kann es! Schade, dass ausgerechnet die Protagonistin mich nicht erreichen konnte.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil ist sehr angenehm für ein Jugendbuch. Es nimmt mich mit, gibt mir aber keine spezifischen Gefühlsmomente. Nur die Liebesszenen konnten mich richtig packen. Auf dem Gebiet versteht die Autorin auch definitiv zu schreiben.
Geschrieben ist das Buch aus der Sicht von Aurora in der dritten Person. Zwischendurch werden auch Szenen vom sogenannten "Sturmlord" eingeworfen.

Cover & Titel

Ganz so meins ist es nicht. Das liegt zum einen daran, dass mal wieder eine Person abgebildet ist - Aurora. Zum anderen wohl daran, dass ihr Haar unrealistisch fliegt, die Krone komisch aussieht und der Sturm pink ist. Aber man soll ja ein Buch bekanntlich nicht nach dem Cover beurteilen!
Leider passt auch der Titel nicht. Der Name der Reihe "Stormheart" schon. Denn auf der Jagd nach diesem sind viele und Aurora verleiht allem noch einmal eine spezielle Bedeutung. Jedoch finde ich nicht, dass Aurora rebelliert. Sie verschwindet und flieht vor ihren Aufgaben. Die einzigen Sachen, gegen die sie rebelliert, sind gut gemeinte Ratschläge.

Zitat 


"Stürme waren nicht wählerisch. Sie stellten keine Nachforschungen über die Bewohner der Städte an, bevor sie zuschlugen. Sie wüteten, unkontrolliert und wahllos, und vernichteten alles, was ihnen in den Weg kam."
- Seite 247

Fazit

Ein Buch mit einer durch und durch tollen Idee. Leider hat mir die Umsetzung gar nicht gefallen. Vieles habe ich nicht verstanden, Geschehnisse waren vorhersehbar und es gab kaum einen Moment, an dem ich dringend weiterlesen wollte. Leider war auch die Protagonistin sehr nervig und alles lief auf eine weitere Liebesgeschichte hinaus. Schade!