Sonntag, 4. Juni 2017

[Rezension] Cora Carmack - Stormheart, Die Rebellin

Verlag: Oetinger
Reihe: Stormheart, Band 1 von 3
Seiten: 464
Kauf: Kindle - Gebunden

Inhalt 

Blicke dem Sturm in die Seele und finde dein Herz! Von der jungen Königstochter Aurora wird erwartet, dass sie ihre besonderen Fähigkeiten nutzt, um ihr Volk vor den zerstörerischen Stürmen zu schützen. Was keiner weiß: Noch hat Aurora diese Fähigkeiten nicht. Um ihr Geheimnis zu wahren, scheint eine arrangierte Heirat der einzige Ausweg. Doch bevor es dazu kommt, flieht sie aus dem Palast und schließt sich einer Gruppe von Sturmjägern an. Während sie eine ganz besondere Verbindung zu Stürmen findet, läuft sie Gefahr, ihr Herz zu verlieren.



Meine Meinung

Geschichte

Stürme die lebendig sind, eine Seele haben, einen Willen. Ist das eine einzigartige Idee ? Definitiv! Doch an der Umsetzung haperte es gewaltig. Es hat das ganze Buch gebraucht, bis ich überhaupt verstanden habe, wie genau das alles ablaufen soll. Die Seele ist mitten im Sturm drin, doch ein Charakter namens Cassius beispielsweise kann von weiter Entfernung dieses Herz ergreifen. Wie ? Ich habe es einfach nicht geschafft, mir bildlich vorzustellen, wie dieses Herz entwendet wird. Zudem wurden die Stürme leider alle schnell abgehandelt. Denn der Fokus lag, oh Wunder bei der Autorin, ...
auf der Liebe !
Die Autorin wollte sich mal an einen Fantasy-Roman wagen. New Adult. Doch was kam raus? Eine neue Liebesgeschichte. Doch selbst diese war anstrengend. Liebe auf den ersten Blick, doch keiner möchte eine Beziehung. Zig Gründe die dazwischen stehen. Ein ständiges hin und her, welches viel zu viel Platz in der Geschichte einnimmt.
Auch das Ende konnte mich leider wenig überzeugen. Ich liebe spannende Szenen am Ende, die einen einheizen, packen, verschlingen. Es gab definitiv eine Szene, die spannend war, doch ich brauche Action und das konnte die Situation leider nicht so vermitteln. Der "Weiterles"-Moment fehlt.
Einiges war schlicht und ergreifend unlogisch und noch viel mehr war vorhersehbar. Von dieser tollen Idee hätte ich weitaus mehr erwartet.

Charaktere

Fangen wir mal mit der Protagonistin an... die für mich nervigste Person im ganzen Buch. Denn die liebe Prinzessin, die ja unbedingt eine Rebellin werden wollte, hat allem etwas entgegenzusetzen. Eben eine richtige Prinzessin - die ja eigentlich nicht so sein wollte. Immer weiß sie alles besser oder regt sich auf, bricht Streitereien vom Zaun... Einfach anstregend!
Lock hingegen mochte ich eigentlich sehr gerne. Obwohl er mit der Situation nicht zufrieden war, war er immer freundlich und hat versucht, Roar zu helfen, wo es geht.
Auch andere Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen. Die Autorin kann es! Schade, dass ausgerechnet die Protagonistin mich nicht erreichen konnte.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil ist sehr angenehm für ein Jugendbuch. Es nimmt mich mit, gibt mir aber keine spezifischen Gefühlsmomente. Nur die Liebesszenen konnten mich richtig packen. Auf dem Gebiet versteht die Autorin auch definitiv zu schreiben.
Geschrieben ist das Buch aus der Sicht von Aurora in der dritten Person. Zwischendurch werden auch Szenen vom sogenannten "Sturmlord" eingeworfen.

Cover & Titel

Ganz so meins ist es nicht. Das liegt zum einen daran, dass mal wieder eine Person abgebildet ist - Aurora. Zum anderen wohl daran, dass ihr Haar unrealistisch fliegt, die Krone komisch aussieht und der Sturm pink ist. Aber man soll ja ein Buch bekanntlich nicht nach dem Cover beurteilen!
Leider passt auch der Titel nicht. Der Name der Reihe "Stormheart" schon. Denn auf der Jagd nach diesem sind viele und Aurora verleiht allem noch einmal eine spezielle Bedeutung. Jedoch finde ich nicht, dass Aurora rebelliert. Sie verschwindet und flieht vor ihren Aufgaben. Die einzigen Sachen, gegen die sie rebelliert, sind gut gemeinte Ratschläge.

Zitat 


"Stürme waren nicht wählerisch. Sie stellten keine Nachforschungen über die Bewohner der Städte an, bevor sie zuschlugen. Sie wüteten, unkontrolliert und wahllos, und vernichteten alles, was ihnen in den Weg kam."
- Seite 247

Fazit

Ein Buch mit einer durch und durch tollen Idee. Leider hat mir die Umsetzung gar nicht gefallen. Vieles habe ich nicht verstanden, Geschehnisse waren vorhersehbar und es gab kaum einen Moment, an dem ich dringend weiterlesen wollte. Leider war auch die Protagonistin sehr nervig und alles lief auf eine weitere Liebesgeschichte hinaus. Schade!





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