Samstag, 4. November 2017

[Rezension] Kim Leopold - BlackHeart, Ein Märchen von Gut und Böse

Verlag: Selfpublish
Reihe: BlackHeart, Band 1 (Serie)
Seiten: 114
Kauf: eBook

Inhalt

„Es war einmal ein blindes Mädchen, welches in einem kleinen Dorf in Norwegen wohnte. Der Verlust der Mutter, die zu Unrecht als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde, weckte in ihr alte, magische Fähigkeiten. Nur ein Wächter konnte sie aus dieser lebensbedrohlichen Situation befreien. Sein Name war Mikael ...“
Wie schnell Märchen wahr werden, erfährt Louisa an ihrem achtzehnten Geburtstag. Ihr Leben gerät aus dem Gleichgewicht, denn plötzlich begegnen ihr Gestalten, die keineswegs real sind. Wie gut, dass Alex sich auskennt und ihr mit Rat und Tat zur Seite steht. Aber ist sein plötzliches Auftauchen wirklich Zufall?


Meine Meinung

Allgemein

Bereits die "How to be happy"-Reihe von der Autorin habe ich geliebt. Mit "Black Heart 1" fängt nun der Auftakt einer monatlichen Reihe an, im Genre Fantasy. Und nach der letzten Seite musste ich merken... Auch in diesem Bereich schreibt die Autorin einzigartig schön.
Schon der Einstieg bietet eine gehörige Portion Spannung und leitet das Buch gebührend ein. Denn obwohl die Bücher nur wenige Seiten haben, bietet sich dem Leser schon eine Menge Stoff.
Begeistern konnte mich in diesem Buch der Zeitenwechsel. Wir haben einerseits ein etwas mittelalterliches Setting und ein modernes. Dadurch kommen verschiedene Spannungen und Gefühle auf.
Durch diese beiden Zeiten konnte die Autorin sich auch an altertümlichen und neueren Fantasy-Geschöpfen bedienen. Zeitlich hat alles perfekt zusammengepasst.
Der Leser bekommt zudem ordentlich Feuer unter dem Hintern. Keine Seite bleibt ungenutzt und so bleiben am Ende einig Fragen, die viel Potenzial für die Folgebände liefern und super neugierig machen, wie es weitergehen wird.

Charaktere

Die Protagonistin Lou ist außergewöhnlich. Nicht in dem Sinne, dass sie eine MissPerfect in jeder Hinsicht ist. Nein. Sie schraubt lieber an Flugmaschinen rum und bringt ihre Mum damit gehörig zur Weißglut. Sie war mir auf Anhieb sympathisch. Ihre Gedankengänge wirken so realistisch, überzeugend, unüberlegt. Sie kommen, wie sie kommen.
Auch das blinde Mädchen bot einige neue Aspekte. Ihre Sicht zu lesen war authentisch und berührend, da soviel Kraft in ihr mitschwebte.
Auch die anderen Charaktere sind schön ausgearbeitet, doch lernt man sie wohl noch näher in den Folgebänden kennen.

Schreibstil & Sichtweise

Wie ich schon bei anderen Büchern der Autorin feststellen musste: Der Schreibstil ist außergewöhnlich. Man darf hier keinesfalls mit Dark- oder Highfantasysätzen rechnen, doch entführt die Wahl der Wörter einen in genau die Situationen, die gewollt sind.
Geschrieben ist das Buch aus mehreren Perspektiven. Da das Setting auch an drei verschiedenen Orten stattfindet, ist das ein Muss, welches ich nicht missen möchte.

Cover & Titel

Ich liebe das Cover sehr. Die blaue Farbe mit der Symbolik im Hintergrund, die ein wenig wie eine Uhr für mich ausschaut. Symboliken symbolisieren für mich immer etwas Altes und somit die mittelalterliche Sichtweise. Auch fallende Blätter stehen oft für die vergehende Zeit.
Den Titel gilt es noch zu erforschen. Wer ist Gut, wer ist Böse? Wer hat das schwarze und rote Herz?

Zitat


"Mit dem Schicksal soll man nicht spielen, um das Leben von Menschen zu verändern." 
- Position 173

Fazit

Ein solider Auftakt, der viel verspricht. Zwei Zeiten, zwei Lebensstile, miteinander verknüpft. Ich finde die Grundidee super und die wenigen Seiten bieten schon viel Stoff, dessen Lösung ich wissen möchte.






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